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Fachbegriffe aus der Musikwelt


Für den Fall, dass du den einen oder anderen Fachbegriff aus der Musikwelt noch nie gehört hast oder dir nicht ganz sicher bist, was er genau heißt, haben wir in dieser kleinen Fachwort-Sammlung alle Musik-Begriffe zusammengefasst, die wir auf unserer Website verwenden.

Jedes Mal, wenn eines dieser Fachwörter auf einer Seite vorkommt, haben wir es von dort direkt in diese Fachwort-Sammlung verlinkt. Wenn du mehr über ein Wort wissen willst, als wir beschrieben haben, oder du glaubst, eine andere Verwendung oder Definition für ein Wort zu kennen, dann gib den betreffenden Begriff einfach in Google bzw. Wikipedia ein und forsche selbst weiter. Eine gute Möglichkeit, um Musikbeispiele zu hören, bietet Youtube. Aber bitte wiederkommen!!

Zum schnellen Finden eines Wortes klicke auf den entsprechenden Buchstaben des Alphabets. (Wo's gelb ist, steht was drinnen): 
 

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

A  Akkord   Arrangement/arrangieren
 

Akkord

Herkunft: Der Begriff Akkord leitet sich vermutlich von [griech: chorda - Saite] ab. Er wurde über das Italienische und Französische in der Bedeutung Zusammenklang ins Deutsche aufgenommen.

Definition: Ein Akkord ist in der Musik das gleichzeitige Erklingen mehrerer unterschiedlicher Töne (meistens drei oder vier) aus einer bestimmten Tonleiter, die für unsere Ohren harmonisch klingen.

Verwendung:
In Liedern dienen Akkorde üblicherweise zur instrumentalen Begleitung. Sie geben der Melodie abschnittsweise einen harmonischen Bezug. Die Akkordbegleitung wird meistens mit Tasten- oder Saiteninstrumenten (Klavier, Gitarre) gespielt, da man auf diesen Instrumenten mehrere Töne gleichzeitig spielen kann.
 

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Arrangement

Herkunft: [franz: arrangement - Anordnung, Zusammenstellung]

Definition: In der Musik versteht man unter einem Arrangement die Absprache über die Ausgestaltung und die Ausführung der einzelnen Parts (Instrumente, Stimmen). Damit ist weniger die Instrumentation an sich gemeint, also welche Instrumente spielen sollen, sondern wie sie spielen sollen: die individuelle, künstlerische Art und Prägung durch die Interpreten. 

Verwendung:
Die Art der Aufführung kann verschiedene Schwerpunkte haben. So legt z. B. das Arrangement einer Swing-Bigband großen Wert auf die rhythmische Aufführung. Bei Filmmusik wird evtl. mehr auf die melodiös, klangliche Gestaltung geachtet.

In der heutigen Musikindustrie werden Kompositionen oft nur mehr als Melodie mit Angaben zur Harmoniefolge geliefert. Der Arrangeur hat dann die Aufgabe, aus diesen wenigen Vorgaben ein Arrangement zu machen, bei dem die Musiker genaue Angaben über die Ausführung erhalten. Dieses Arrangement muss den Gegebenheiten der Aufführung angepasst werden, z. B. für eine Aufführung am Broadway, mit einer Bigband oder für ein Orchester. Das Arrangement ist also abhängig von der Größe eines Orchesters/einer Band, von den beteiligten Musikinstrumenten und dem Zweck der Aufführung. Für ein Rock-/Pop-Konzert wird anders arrangiert als für ein Theater-Orchester.

Während in der Klassischen Musik die Komponisten ihre Stücke meist Note für Note auskomponiert und sogar die Instrumenten-Besetzung festgelegt haben, geben die Komponisten der modernen Musik (Blues, Jazz, Pop, Volksmusik) den Musikern und Sängern mehr Freiraum für Improvisation und Interpretation.

MonaLisa: In unserem eigenen Fall haben wir hauptsächlich umarrangiert. Wir sind also von bestehenden Arrangements ausgegangen, um daraus neue zu gestalten. Das war deshalb notwendig, weil wir in kleinerer Besetzung spielen als die meisten Bands und weil wir nicht alle Instrumente zur Verfügung haben. Die deutlichste Abweichung ist in unserem Fall das Saxofon, da es in fast keiner der Original-Kompositionen vorgesehen ist. Unser Bandleader hat daher festgelegt, was es an welchen Stellen spielen soll. In diesem Fall war er auch gleichzeitig Komponist. Genauso verhält es sich mit manchen Chorstimmen, z. B. beim 4-stimmigen Mr. Tambourine Man Play MonaLisa-Version   Info MonaLisa-Version   . Der extremste Fall eines Um-Arrangements in unserem Song-Repertoire ist aber sicher unsere Version von Ain't no sunshine Play MonaLisa-Version   Info MonaLisa-Version   .

Teilweise entscheidet sogar ein Arrangement darüber, ob eine Komposition ein Erfolg wird oder nicht. Davon gibt es einige Beispiele in der Geschichte der Musik.
 

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B  Blues
 

Blues  

Herkunft: [bildhaftes Eng: I've got the blues bzw. I feel blue - Ich bin traurig]
Die Phrase "the blues" steht für Traurigkeit, Depression oder auch Heimweh.

Definition:  Der Blues ist eine Musikform, die um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert in der afroamerikanischen Gesellschaft entstanden ist. Charakteristisch ist die Verwendung von sogenannten "blue notes". Die eigentliche Blue Note, die das Bluesfeeling erzeugt, liegt irgendwo zwischen der Dur- bzw. Mollterz. Eine exakte Definition der Tonhöhe ist nicht möglich und auch nicht sinnvoll, da sie der individuellen Empfindung unterliegt und für den speziellen Sound vieler Bluesmusiker (wie zum Beispiel B. B. King, Albert King, Robert Johnson, Eric Clapton, Stevie Ray Vaughan) ausschlaggebend ist.

Verwendung:
Die Ursprünge des Blues liegen in religiösen Liedern und Volksliedern der afroamerikanischen Bevölkerung, aber auch in gereimten englischen und erzählenden irischen Balladen. Der Blues enthält Elemente afrikanischer, europäischer und karibischer Musik und bildet die Wurzel der nordamerikanischen Popular-Musik. Jazz und Soul z. B. sind eng mit dem Blues verwandt, sogar in ganz modernen Stilrichtungen wie Hip-Hop ist oft noch einiges an Blues-Elementen herauszuhören.

Typische Blues-Instrumente sind Gitarre, Bass, Schlagzeug, Harmonika, Saxofon, Trompete und Gesangsstimmen.
 

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D  Dancehall   Disco   Dur
 

Dancehall  

Herkunft: [eng: dance - tanzen, hall - Halle]

Definition:  Dancehall bezeichnet ursprünglich keine eigenständige Stilrichtung, sondern einfach die Musik, die in jamaikanischen Dancehalls (Veranstaltungsorte großer Tanzpartys) gespielt wird. Dancehall (auch: Dancehall Reggae) ist eine Musikrichtung, die auf Reggae aufbaut und Ähnlichkeiten mit Hip-Hop hat. Charakteristisch dafür ist das sogenannte "Toasten", eine Art Sprechgesang.

Verwendung:
Gesungen wird auf beat-lastigen, tanzbaren Riddims (Instrumentalstücken), welche im Dancehall-Bereich meist unter Verwendung von Synthesizern und Drumcomputern produziert und von einem DJ gemischt werden. Über die Riddims wird ein Sprechgesang gesungen (getoastet). Typisch ist, dass jeweils eine Strophe mit Hilfe der immer gleichen Aussprache der letzten Silben im Vers gereimt wird. Der Sprechgesang im Dancehall ist als Toasting bzw. Chatting bekannt. Er unterscheidet sich insofern vom Rap, dass er nicht nur rhythmisch, sondern auch in einem stimmhaften Ton vorgetragen wird, der auch in kleinere Melodielinien übergehen kann.

Im Gegensatz zu manchen Reggae-Formen sind Dancehall-Texte kaum religiös ausgerichtet. Der Begriff Dancehall wurde ohnehin ursprünglich für nicht-religiösen, partyorientierten Reggae geprägt, bei dem nicht nur "getoastet", sondern auch gesungen wurde. Ähnlich dem amerikanischen Hip-Hop finden sich auch viele Sexismen und gewaltverherrlichende Texte. Auffallend im Dancehall ist eine starke Strömung der "Homophobie", einer irrationalen Angst, aber auch Hass, Ekel und Vorurteile bezüglich Homosexualität, die wiederum in Aggression und Gewalt münden.

Dancehall-Riddims finden seit der zweiten Hälfte der 90er Jahre mehr und mehr Eingang in die europäische Musikszene, in der sich muttersprachliche Künstler, beispielsweise aus Deutschland oder Frankreich, eigenständig des Dancehalls bedienen und sich auch von den Inhalten der jamaikanischen Szene abgrenzen. Beispiele hierfür sind Künstler wie Seeed.

Inzwischen hat sich Deutschland als eine der nicht-jamaikanischen Hochburgen des Dancehall etabliert, zusammen etwa mit Japan. Einige Riddims von Seeed wurden auch international bekannt, ihr "Doctor's Darling"-Riddim wurde auch von jamaikanischen Berühmtheiten verwendet.
 

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Disco

Herkunft: [eng: disk - Schallplatte und griech thέkέ Behältnis], bezeichnete ursprünglich ein Behältnis, in dem Platten aufbewahrt werden. Das Wort Disco ist das Kurzwort für Discothèque, das im Französischen um 1941 erstmalig in der Umgangssprache auftauchte. Sprach man von einer Discothek, so meinte man einen Nachtclub, in dem die Musik von Schallplatten anstatt von einer Band auf der Bühne kam.

Definition: Disco ist eine Stilrichtung der Popmusik, die um 1975 zu einem eigenständigen Musikstil wurde. Texte, Melodie und oft auch der Gesang treten bei Disco-Musik in den Hintergrund; Tanzbarkeit, Groove, ein relativ schneller Rhythmus und die Instrumentierung stehen im Vordergrund.

Verwendung:
Die Blütezeit der Disco-Musik war zwischen 1976 und 1979, sie war prägend für die Mode, den Zeitgeist und das Lebensgefühl dieser Jahre. Die etwa seit 1980 entstandenen Disco-Stile können zur Elektronischen Tanzmusik gezählt werden.

Mitte der 60er Jahre wurden in den USA und Westeuropa Diskotheken populär. Hier hörten junge Leute aktuelle tanzbare und eingängige Musik. Besonders populär war zunächst der Twist, zu dem ein eigener Tanzstil entwickelt wurde, später häufig Soul- und Funk-Musik. Mitte der 70er Jahre entwickelte sich in Verbindung mit Einflüssen aus anderen Genres der Musikstil Disco. Er war zunächst im Untergrund, bei afroamerikanischem und homosexuellem Publikum in US-amerikanischen Großstädten, zunächst vor allem in New York, populär.

Die Verknüpfung mit massentauglichen Refrains machte den Disco-Sound dann auch für das kommerzielle Radio interessant. Zwischen 1974 und 1975 kamen die ersten Disco-Hits in die Charts, z. B. Kung Fu Fighting von Carl Douglas (1974) oder Shame, Shame, Shame von Shirley & Company (1975).

Als die Plattenfirmen das kommerzielle Potenzial erkannten, begann man, Platten speziell für Discotheken zu produzieren. Um die Tänzer länger zu unterhalten, wurden Maxi-Singles und spezielle Remixe von DJs entwickelt. Überhaupt spielte der DJ bei der Entwicklung der Disco-Musik zum ersten mal in der Geschichte der Popmusik eine prominente Rolle. Seine Mixe und die Auswahl der Reihenfolge, in der er die Platten auflegte, entschieden darüber, ob die Tänzer Spaß hatten und auf der Tanzfläche blieben. Als Teil der Show forderte er oft zu kollektive Begeisterungsgesten wie Schreie oder Hände-Hochheben etc. auf.

Die Beliebtheit von Disco bei der Masse in Nordamerika und Westeuropa gipfelte mit dem Film Saturday Night Fever (1977). Die Handlung des Films entsprach in etwa dem Lebensgefühl der Disco-Generation: Aus dem tristen Alltagsleben auszubrechen und für eine Nacht ein Star zu sein.

Auch unzählige Pop- und Rockstars wie The Rolling Stones, Rod Stewart, Queen, Electric Light Orchestra und Cher gaben ihren Songs eine discoartige Note. Inflationär weitete sich der Disco-Beat in fast alle Genres aus, selbst Country-Künstler wie Dolly Parton oder Hard-Rock-Gruppen wie Kiss übernahmen den Disco-Beat und konnten damit mehr oder weniger große Erfolge feiern. Die Disco-Welle beeinflusste auch in den 80er Jahren weiter die Musik.
 

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Dur  

Herkunft: [lat: durus - hart]

Definition: Dur oder Moll bezieht sich in der Musik auf das Tongeschlecht. Der Unterschied zwischen den beiden Tonleitern besteht in der Anordnung von Ganz- und Halbtonschritten. Siehe dazu auch Tonleiter (Dur- u. Molltonleiter).

Verwendung:
Für jemanden, der sich in der Musik nicht so auskennt, ist der Unterschied hauptsächlich über die "Stimmung" des Liedes zu erkennen. Die meisten Menschen empfinden eine Lied in einer Dur-Tonleiter als "fröhlich, hell, klar" (lat. durus - hart). Eine Moll-Tonleiter wird dagegen oft als "traurig, dunkel, weich" wahrgenommen (lat. mollis - weich).

Auf solche Wahrnehmungskriterien kann man sich aber nicht immer verlassen. Auch Stilmittel wie Lautstärke, Rhythmik, Artikulation, Pausensetzung oder Harmonienfolgen können den Gesamteindruck eines Werkes deutlich bestimmen und oft ein Dur-Lied traurig und ein Moll-Lied fröhlich wirken lassen.
 

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F  Fill   Funk
 

Fill, das

Herkunft: [eng: to fill - füllen] 

Definition: E
in Fill oder Fill-In bezeichnet in der Musik die Ausschmückung eines Musikstücks.

Verwendung:
Diese Ausschmückung kann man in der Melodie, in den Begleitakkorden und in der Rhythmik durchführen. Ein melodisches Fill ist eine kurze Variation in der Melodieführung, z. B. durch kurze Vorschläge, die vor der eigentlichen Note gespielt werden, durch Triller oder schnelle Tonwiederholungen, die in die Melodie so eingefügt werden, dass sie trotzdem erkennbar und im richtigen Rhythmus bleibt.
 

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Funk, der

Herkunft: Die Bedeutung des Begriffes "Funk" geht auf den afroamerikanischen Slang der 50er Jahre zurück, wo "funky" ein Synonym für "erdig", "schmutzig" oder auch "erregt" war.

Definition:
Funk ist der Oberbegriff für eine Spielart ursprünglich afroamerikanischer Tanzmusik, die sich Ende der 60er Jahre aus verschiedenen Einflüssen des Soul, Rhythm and Blues und Jazz entwickelt hat, und wiederum Stile wie Disco und Hip-Hop stark geprägt oder teilweise beeinflusst hat. Wesentliche Stilmerkmale des ursprünglichen Funk sind eine sich wiederholende Rhythmik, die stark auf den ersten Schlag im Takt betont ist. Weitere Merkmale sind Bässe, die entgegen dem üblichen Grundtakt spielen sowie stark akzentuierte (gestochene) Bläsersätze und Rhythmusgitarren im Zusammenspiel mit Soulgesang. Oftmals wirkt der Gesang aber auch eher perkussiv als melodisch. Größere Popularität erlangte der Funk erstmals durch die Musik von James Brown.

Verwendung:
In der Geschichte der westlichen Popmusik ist Funk der erste Moment, wo im Vergleich zur Melodie mehr und mehr der Rhythmus in den Vordergrund trat. Die Geburtsstunde des Funk wird daher heute mehrheitlich auf die Veröffentlichung des Titels "Papa's got a brand new bag" von James Brown im Jahre 1965 festgelegt. Ursprünglich auch Ausdruck afroamerikanischen Bewusstseins, mit großem Einfluss durch James Brown, wurde der Funk im Verlauf der Jahre, auch bedingt durch veränderte Produktionstechniken (Synthesizer, Drumcomputer), zunehmend kommerzialisiert, und so mündete der Mainstream innerhalb des Funk in die Disco-Musik.

Auch die Bühnenshows und Outfits von Funkbands fanden ihre Ursprünge in denen von James Brown. Von Uniformen über weite, legere und farbenfrohe Outfits bis hin zu einheitlichen hautengen Overalls, die komplett mit Pailletten bestickt waren, und sogar derart aufwendigen Kostümen, wie sie üblicherweise nur zum Karneval in Rio aufgetragen werden.

Obwohl der Funk geschichtlich gesehen seinen Höhepunkt Ende der 60er bis Mitte der 70er Jahre hatte, muss man feststellen, dass er bis heute immer noch weit verbreitet ist und sowohl in abgewandelter als auch ursprünglicher Form die Grundlagen für die vielen nachfolgenden Stilrichtungen, wie z.B. den Hip-Hop bildet. Viele Super- und Megastars der 80er und 90er, wie z.B. Prince nennen den Funk als ihren Ursprung und haben ihn mit neuen "Stilblüten" weitergeführt und auch einem breiten Publikum in der weißen Bevölkerung nahe gebracht.
 

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G  Gospel   Groove
 

Gospel  

Herkunft: [von Alt-Englisch "Good News" - gute Nachrichten]

Definition:
Gospel Musik drückt in ihren Texten den Glauben an ein christliches Leben von Einzelpersonen oder Gemeinschaften aus und soll eine christliche Alternative zur nicht-religiösen Musik für die bereite Masse geben. Der kulturelle Ursprung dieser Musik ist Amerika im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts.

Verwendung:
Je nach Kultur und sozialem Zusammenhang wird Gospel Musik für viele Zwecke komponiert und dargeboten, sei es für religiöse und zeremonielle Zwecke, zum ästhetischen Vergnügen oder als Unterhaltungs-Produkt für den Musikmarkt. Die grundlegenden Themen der Gospel Musik sind aber immer das Preisen, Wertschätzen und Danken von/an Gott oder Christus.

Merkmale der Gospel Musik sind generell starke Stimmen (oft mit starker Verwendung von Harmonien - Chöre) und religiöse Texte (besonders christliche oder afrikanische Spirituals). Natürlich gibt es viele Untergruppen des Gospel. Typische Musik-Instrumente in der Gospel Musik sind Klavier oder Hammond-Orgel, Schlagzeug, Bass, Gitarre und immer öfter auch E-Gitarre.
 

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Groove, der

Herkunft: Der Begriff Groove entstand in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und kommt aus dem US-amerikanischen Englisch [amerik-eng: groove - Furche, Rille, Spur], die dem Bauern die Marschrichtung vorgibt. Auch die Schallplattenrillen heißen im Englischen "grooves" und haben dieselbe Funktion.

Definition:
Der Begriff Groove bezeichnet in der modernen Unterhaltungsmusik eine für ein Musikstück typische Rhythmusabfolge, wie man sie besonders in Stilrichtungen findet, die ihre Wurzel in der afro-amerikanischen Musik haben (z. B. Rhythm and Blues, Jazz, Soul, Pop und Hip-Hop).

Verwendung:
Der Groove ist beim Rhythmus das, was bei der Melodie Riff Hörbeispiel Riff genannt wird, zieht sich aber im Gegensatz zum Riff durch das ganze Musikstück - eine sich ständig wiederholende musikalische Phrase.

Der Groove gibt ein rhythmisches Grundmuster vor, das in der Folge variiert werden kann und gegen das die übrigen Musiker anspielen. Dieses Spannungsverhältnis verleiht dem Groove einen besonderen Reiz. Ein Groove wirkt auf die Zuhörer unbewusst psychomotorisch stimulierend. Besondere Bedeutung hat der Groove daher in Stilen der Tanzmusik wie Funk oder Disco. Ein gutes Beispiel ist die Musik von James Brown in den frühen 70er Jahren.

"Im Groove sein" ist auch Ausdruck für Übereinstimmung im Handeln mehrerer Menschen – z.B. dem Zusammenspiel mehrerer Musiker - andererseits die Bezeichnung für ein Glücksgefühl, das durch psychomotorische Stimulation wie beim Tanzen ausgelöst wird.
 

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H  Harmonie   Hip-Hop
 

Harmonie  

Herkunft: [griech/lat: harmonia - Zusammenfügung, Einklang]

Definition:
Harmonie ist ein Begriff aus der Musiktheorie und -praxis für den gleichzeitigen Zusammenklang verschiedener Töne/Stimmen. So wie die Mehrstimmigkeit überhaupt ist die Verwendung von Harmonien daher eine primär abendländisch-europäische Entwicklung.

Verwendung:
So wie man eine Melodie als eine horizontale Kombination aufeinander folgender Töne beschreiben kann, so kann man sagen, dass eine Harmonie eine vertikale Kombination gleichzeitig erklingender Töne ist.

Harmonie wird auch oft als Synonym für Akkord verwendet. In Liedern dienen Akkorde/Harmonien üblicherweise zur instrumentalen Begleitung. Sie geben der Melodie abschnittsweise einen harmonischen Bezug. Die Akkordbegleitung wird meistens mit Tasten- oder Saiteninstrumenten (Klavier, Gitarre) gespielt, da man auf diesen Instrumenten mehrere Töne gleichzeitig spielen kann.

In der heutigen Musikindustrie werden Kompositionen oft nur mehr als Grundgerüst geliefert, bestehend aus einer Melodie mit Angaben zur Akkord/Harmoniefolge. Die Ausgestaltung des Musikstückes übernehmen Arrangeur und Interpreten (Musiker/Sänger). Siehe dazu auch Arrangement.
 

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Hip-Hop  

Herkunft: Wortschöpfung eines amerikanischen Hip-Hop-DJs

Definition: Hip-Hop hat seine Wurzeln in der schwarzen Funk- und Soul-Musik. D
er Rap (Sprechgesang), der aus der jamaikanischen Tradition des Toasting (Sprechgesang im Dancehall Reggae) entstand, das Samplen und das Scratchen (Tonerzeugung durch rhythmisches Hin- und Herbewegen einer laufenden Schallplatte - [eng. scratch - zerkratzen]) sind weitere Merkmale dieser aus den schwarzen Ghettos der USA stammenden Musik.

Verwendung:
Hip-Hop bezeichnet nicht ausschließlich eine Musikrichtung, sondern auch eine Jugendkultur mit allem, was dazugehört: Rap, DJ-ing, Breakdance und Graffiti-Sprühen.

Seit Anfang der 90er Jahre hat sich Hip-Hop international verbreitet. Dabei haben sich typische Stile der einzelnen Länder herauskristallisiert, insgesamt aber bleiben die Interpreten aus den USA tonangebend.

2002 erschien in den USA der Film "8 Mile" (Regie: Curtis Hanson), ein Film über die Hip-Hop-Szene, in den Hauptrollen der Rapper Eminem und Kim Basinger.
 

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J  Jazz
 

Jazz

Herkunft: Slang-Ausdruck, entstanden um 1912 an der West-Küste der USA. Die ursprüngliche Bedeutung war "falsch, schräg". Tatsächlich werden im Jazz die üblichen reinen Dur- und Moll-Akkorde nach Möglichkeit vermieden und durch "schräger" klingende Akkorde ersetzt. Ab 1915 Ausdruck für Jazz-Musik in Chicago.

Definition:
Jazz ist eine Musikrichtung, die etwa um 1900 in den USA entstanden ist, vorwiegend durch Afroamerikaner. Kennzeichen des Jazz sind ein überwiegend europäisches Tonsystem mit europäischer Melodik und Harmonik, mit Liedformen und Rhythmik aus Europa (z. B. Marsch-Rhythmus) sowie europäischen Instrumenten (Blasinstrumente, Klavier, Gitarre, Kontrabass). Trotzdem wird all das im Jazz auf eigene Weise verwendet. Im Vordergrund stehen die Rhythmik des Swing oder Groove oder auch das Spielen mehrerer Rhythmen gleichzeitig. Je nach Jazz-Form erlauben sich die Musiker ein hohes Maß an Individualität und Improvisation mit ihren Instrumenten. Typisch sind wie beim Blues die "blue notes" und eine spezielle Art der Tonerzeugung (z. B. Schleiftöne)

Verwendung:
Der Jazz wurde im Laufe der Zeit auf verschiedenste Weise weiterentwickelt und mit anderen Musikstilen kombiniert. Heutzutage zählt man auch Musikformen zum Jazz, die oft kaum noch mit der afroamerikanischen Tradition des Jazz zu tun haben.

Bezüglich der künstlerischen Bedeutung des Jazz wird er oft als "amerikanisches Gegenstück" zur europäischen Klassischen Musik gesehen. Er hat in fast allen anderen Musiksparten neue Möglichkeiten eröffnet.

Sogenannte "Jazzstandards" sind Melodien mit einer bestimmten Akkordfolge, die als Thema einer Jazzimprovisation dienen. Meist wird das Thema zu Beginn und am Schluss des Stückes vorgestellt, dazwischen wird improvisiert - meist in Form von Soli der einzelnen Musiker. Solche Standards stammen aus Schlagern, Musicals, Filmmusik oder Eigenkompositionen der Jazzmusiker. Sie bilden das Grundrepertoire eines Jazzmusikers. Durch Abänderung von Melodien oder Akkorden entstehen neue Standards.

Viele Jazzer spielen diese Standards und improvisieren dabei. Wie das zu passieren hat, variiert von Stil zu Stil. Einige Jazzgruppen greifen bei Auftritten oft auf eine Auswahl allgemein anerkannter Jazzstandards zurück, auf die sich die verschiedenen Musiker dann rasch verständigen können. Dieses Verfahren ermöglicht sogenannte "Sessions", Konzerte verschiedener Musiker, die zusammen spielen, oft ohne einander vorher jemals gesehen oder miteinander geprobt zu haben.
 

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L  Loop
 

Loop, der

Herkunft: [eng: loop - Schleife]

Definition:
Der Begriff Loop bezeichnete ursprünglich ein an beiden Enden zusammengeklebtes Stück eines Tonbandes. Heute wird er von Musikern synonym für ein Sample benutzt, das so geschnitten ist, dass man es ohne Brüche mehrfach hintereinander abspielen kann. Ein Loop ist also ein zeitlich begrenztes Klangereignis, das mit technischen Mitteln wiederholt wiedergegeben wird.

Verwendung:
Die ersten Formen der Loop-Musik waren z. B. Spieluhren. Fast jeder von uns hat sie als Kind zum leichteren Einschlafen aufgezogen. Insbesondere Schlagzeugsamples und Begleitrhythmen werden heutzutage in/als Loops verwendet.

Ende der 70er Jahre kam der Loop in der aufkeimenden Rap/Hip-Hop-Kultur zum Einsatz. In den 90er Jahren schuf die immer besser werdende Computertechnik die Basis für neue Musikstile, die mit komplett digitalen Loops arbeiteten (z. B. "Massive Attack" oder "Morcheeba").

Grundsätzlich besteht kein direkter Bezug zwischen musikalischen Stilrichtungen und der Verwendung von Loops; Looping ist keine eigenständige Stilrichtung.

Musiker setzen Loops auch oft für ihre Arbeit als Solo-Sänger/Liedermacher ein:

MonaLisa: Unser amerikanischer Gitarrenlehrer jOHn Parschauer verwendete diese Methode, wenn er in Bars oder Cafés auftrat. Er spielte vor dem Publikum eine Begleitmusik auf der Gitarre, die er mit einem Fußpedal aufnahm. Während des Spiels, unbemerkt von den Zuhörern, spielte er diese Musik (wieder mit einem Tip auf das Fußpedal) als Loop ab, während er dazu überging, zu seiner eigenen Begleitmusik z. B. ein Solo zu spielen.
 

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M  mastern   mischen   Mischpult   Moll
 

mastern

Herkunft: [von eng: master - Meister, von lat: magister - Lehrer]

Definition: Mit Mastering ist der letzte Arbeitsschritt einer Musikproduktion vor der Herstellung des Tonträgers (CD, Schallplatte) gemeint, nämlich die Audionachbearbeitung. Mastern kommt nach dem Mischen (Mixen).

Verwendung:
In der Musikproduktion unterscheidet man folgende Produktionsschritte:
1. Die Tonaufnahme (in mehreren Spuren)
2. Das Mischen der einzelnen Spuren auf eine Spur
3. Die Nachbearbeitung des Mixes (Mastering)
4. Erstellung eines Premasters als Vorlage für ein Glasmaster (CD)/einer Matrize (LP)
5. Erstellung des Glasmasters als Pressvorlage für die CD-Herstellung

Mit dem Mastering (Punkt 3) möchte man dem Musikmaterial noch eine bessere Qualität verleihen und sicherstellen, dass die Musik für möglichst viele technische Geräte und Medien spielbar ist. Eine gut gemasterte Tonaufnahme sollte bei der Wiedergabe auf einer kleinen Stereoanlage ebenso gut klingen wie über Kopfhörer oder im Radio, die Mono- ebenso wie die Stereo-Ausgabe. Beim Mastering lässt sich durch den Einsatz verschiedener technischer Mittel (analog oder digital) eine Verbesserung der Klangqualität (Entrauschung, ...) erzielen, es können (wie in der Grafik) Filter und Blendeneffekte ("Ausfaden") verwendet werden.

Nach dem eigentlichen Audio-Mastering werden beim Premastering (Punkt 4) die Titelreihenfolge (z. B. einer CD) und die Länge der Pausen bestimmt bzw. bestimmte Zusatzinformationen für die wirtschaftliche Verwertung von Musikrechten angelegt. Dieses Premaster geht dann ans Presswerk und dient als Vorlage für die Erstellung der Matrize/des Glasmasters, von dem alle Exemplare dieser CD/LP gepresst werden.

Das Mastering kann in eigenen Studios gemacht werden, die sich darauf spezialisieren. Es gibt aber viele Toningenieure, die diese Arbeitsschritte auch erledigen können, wie z. B. unser Papa.
 

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mischen

Synonyme: mixen

Definition: Unter "mischen" versteht man das Zusammenführen aller Tonspuren eines Liedes zu einer einzigen Spur. Dabei werden auch verschiedene elektrische Signale auf einem Mischpult bearbeitet. Dies betrifft hauptsächlich Lautstärke, Signalqualität und Klangeigenschaften.

Verwendung:
In der Musikproduktion unterscheidet man folgende Produktionsschritte:
1. Die Tonaufnahme (in mehreren Spuren)
2. Das Mischen der einzelnen Spuren auf eine Spur
3. Die Nachbearbeitung des Mixes (Mastering)
4. Erstellung eines Premasters als Vorlage für ein Glasmaster (CD)/einer Matrize (LP)
5. Erstellung des Glasmasters als Pressvorlage für die CD-Herstellung

Die Bearbeitung der einzelnen Tonspuren und das Zusammenmischen zu einer einzigen Spur (Punkt 2) kann analog oder digital erfolgen. Zum erfolgreichen Mischen muss man sich in Elektrotechnik, Digitaltechnik und Akustik sehr gut auskennen und ein gutes, geübtes Gehör haben (siehe Tontechnik).

Mischpulte gibt es in allen Größen, in digitaler, analoger oder hybrider (analog und digital in einem) Form oder als Computer-Software. Je nachdem, welche Funktionen, welche Klangeigenschaften, Signalqualität oder Größe ein Mischpult haben soll, kann ein Mischpult zwischen 50 Euro bis zu 1 Mio Euro kosten.
 

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Mischpult

Synonyme: Mischer, Mixer, Konsole

Definition: Ein Mischpult allgemein dient dem Zusammenführen verschiedener elektrischer Signale und wird hauptsächlich im künstlerischen Bereich verwendet (Licht-, Video- und Tontechnik). Tonsignale können z. B. über Aufnahme-Mikrofone oder über elektronische Klangerzeuger (z. B. Keyboard) in das Mischpult eingespeist und dort bearbeitet werden.

Verwendung:
Mischpulte gibt es in allen Größen, in digitaler, analoger oder hybrider (analog und digital in einem) Form oder als Computer-Software. Je nachdem, welche Funktionen, welche Klangeigenschaften, Signalqualität oder Größe ein Mischpult haben soll, kann ein Mischpult zwischen 50 Euro bis zu 1 Mio Euro kosten.

Mischpulte werden für folgende Aufgaben verwendet: Erzeugen von elektronischer Musik, Aufzeichnung von Musik und Gesang, Bearbeiten und Mischen von Tonsignalen, zur Beschallung von Räumen (z. B. Verstärkung bei Veranstaltungen).
 

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Moll  

Herkunft: [lat: mollis - weich]

Definition: Dur oder Moll bezieht sich in der Musik auf das Tongeschlecht. Der Unterschied zwischen den beiden Tonleitern besteht in der Anordnung von Ganz- und Halbtonschritten. Siehe dazu auch Tonleiter (Dur- u. Molltonleiter).

Verwendung:
Für jemanden, der sich in der Musik nicht so auskennt, ist der Unterschied hauptsächlich über die "Stimmung" des Liedes zu erkennen. Die meisten Menschen empfinden eine Lied in einer Dur-Tonleiter als "fröhlich, hell, klar" (lat. durus - hart). Eine Moll-Tonleiter wird dagegen oft als "traurig, dunkel, weich" wahrgenommen (lat. mollis - weich).

Auf solche Wahrnehmungskriterien kann man sich aber nicht immer verlassen. Auch Stilmittel wie Lautstärke, Rhythmik, Artikulation, Pausensetzung oder Harmonienfolgen können den Gesamteindruck eines Werkes deutlich bestimmen und oft ein Dur-Lied traurig und ein Moll-Lied fröhlich wirken lassen.
 

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P  Part   Percussion   Playback   Pop
 

Part, der

Herkunft: [eng: part, franz: pars - Teil, Anteil]

Definition: So wie ein Schauspieler am Theater eine bestimmte Rolle spielt, gibt es das auch in der Musik. Ob in einem Orchester oder in einer Band - jeder Musiker spielt ein Instrument oder singt eine Stimme. Das ist sein Part, den er einstudiert, übt und für den er verantwortlich ist. Er kümmert sich darum, dass sein Instrument bzw. seine Stimme "funktioniert", gestim