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Fachbegriffe aus der Musikwelt


Für den Fall, dass du den einen oder anderen Fachbegriff aus der Musikwelt noch nie gehört hast oder dir nicht ganz sicher bist, was er genau heißt, haben wir in dieser kleinen Fachwort-Sammlung alle Musik-Begriffe zusammengefasst, die wir auf unserer Website verwenden.

Jedes Mal, wenn eines dieser Fachwörter auf einer Seite vorkommt, haben wir es von dort direkt in diese Fachwort-Sammlung verlinkt. Wenn du mehr über ein Wort wissen willst, als wir beschrieben haben, oder du glaubst, eine andere Verwendung oder Definition für ein Wort zu kennen, dann gib den betreffenden Begriff einfach in Google bzw. Wikipedia ein und forsche selbst weiter. Eine gute Möglichkeit, um Musikbeispiele zu hören, bietet YouTube. Aber bitte wiederkommen!!

Zum schnellen Finden eines Wortes klicke auf den entsprechenden Buchstaben des Alphabets. (Wo's gelb ist, steht was drinnen): 
 

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

A  Akkord   Arrangement/arrangieren
 

Akkord

Herkunft: Der Begriff Akkord leitet sich vermutlich von [griech: chorda - Saite] ab. Er wurde über das Italienische und Französische in der Bedeutung Zusammenklang ins Deutsche aufgenommen.

Definition: Ein Akkord ist in der Musik das gleichzeitige Erklingen mehrerer unterschiedlicher Töne (meistens drei oder vier) aus einer bestimmten Tonleiter, die für unsere Ohren harmonisch klingen.

Verwendung:
In Liedern dienen Akkorde üblicherweise zur instrumentalen Begleitung. Sie geben der Melodie abschnittsweise einen harmonischen Bezug. Die Akkordbegleitung wird meistens mit Tasten- oder Saiteninstrumenten (Klavier, Gitarre) gespielt, da man auf diesen Instrumenten mehrere Töne gleichzeitig spielen kann.
 

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Arrangement

Herkunft: [franz: arrangement - Anordnung, Zusammenstellung]

Definition: In der Musik versteht man unter einem Arrangement die Absprache über die Ausgestaltung und die Ausführung der einzelnen Parts (Instrumente, Stimmen). Damit ist weniger die Instrumentation an sich gemeint, also welche Instrumente spielen sollen, sondern wie sie spielen sollen: die individuelle, künstlerische Art und Prägung durch die Interpreten. 

Verwendung:
Die Art der Aufführung kann verschiedene Schwerpunkte haben. So legt z. B. das Arrangement einer Swing-Bigband großen Wert auf die rhythmische Aufführung. Bei Filmmusik wird evtl. mehr auf die melodiös, klangliche Gestaltung geachtet.

In der heutigen Musikindustrie werden Kompositionen oft nur mehr als Melodie mit Angaben zur Harmoniefolge geliefert. Der Arrangeur hat dann die Aufgabe, aus diesen wenigen Vorgaben ein Arrangement zu machen, bei dem die Musiker genaue Angaben über die Ausführung erhalten. Dieses Arrangement muss den Gegebenheiten der Aufführung angepasst werden, z. B. für eine Aufführung am Broadway, mit einer Bigband oder für ein Orchester. Das Arrangement ist also abhängig von der Größe eines Orchesters/einer Band, von den beteiligten Musikinstrumenten und dem Zweck der Aufführung. Für ein Rock-/Pop-Konzert wird anders arrangiert als für ein Theater-Orchester.

Während in der Klassischen Musik die Komponisten ihre Stücke meist Note für Note auskomponiert und sogar die Instrumenten-Besetzung festgelegt haben, geben die Komponisten der modernen Musik (Blues, Jazz, Pop, Volksmusik) den Musikern und Sängern mehr Freiraum für Improvisation und Interpretation.

MonaLisa: In unserem eigenen Fall haben wir hauptsächlich umarrangiert. Wir sind also von bestehenden Arrangements ausgegangen, um daraus neue zu gestalten. Das war deshalb notwendig, weil wir in kleinerer Besetzung spielen als die meisten Bands und weil wir nicht alle Instrumente zur Verfügung haben. Die deutlichste Abweichung ist in unserem Fall das Saxofon, da es in fast keiner der Original-Kompositionen vorgesehen ist. Unser Bandleader hat daher festgelegt, was es an welchen Stellen spielen soll. In diesem Fall war er auch gleichzeitig Komponist. Genauso verhält es sich mit manchen Chorstimmen, z. B. beim 4-stimmigen Mr. Tambourine Man Play MonaLisa-Version   Info MonaLisa-Version   . Der extremste Fall eines Um-Arrangements in unserem Song-Repertoire ist aber sicher unsere Version von Ain't no sunshine Play MonaLisa-Version   Info MonaLisa-Version   .

Teilweise entscheidet sogar ein Arrangement darüber, ob eine Komposition ein Erfolg wird oder nicht. Davon gibt es einige Beispiele in der Geschichte der Musik.
 

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B  Blues
 

Blues  

Herkunft: [bildhaftes Eng: I've got the blues bzw. I feel blue - Ich bin traurig]
Die Phrase "the blues" steht für Traurigkeit, Depression oder auch Heimweh.

Definition:  Der Blues ist eine Musikform, die um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert in der afroamerikanischen Gesellschaft entstanden ist. Charakteristisch ist die Verwendung von sogenannten "blue notes". Die eigentliche Blue Note, die das Bluesfeeling erzeugt, liegt irgendwo zwischen der Dur- bzw. Mollterz. Eine exakte Definition der Tonhöhe ist nicht möglich und auch nicht sinnvoll, da sie der individuellen Empfindung unterliegt und für den speziellen Sound vieler Bluesmusiker (wie zum Beispiel B. B. King, Albert King, Robert Johnson, Eric Clapton, Stevie Ray Vaughan) ausschlaggebend ist.

Verwendung:
Die Ursprünge des Blues liegen in religiösen Liedern und Volksliedern der afroamerikanischen Bevölkerung, aber auch in gereimten englischen und erzählenden irischen Balladen. Der Blues enthält Elemente afrikanischer, europäischer und karibischer Musik und bildet die Wurzel der nordamerikanischen Popular-Musik. Jazz und Soul z. B. sind eng mit dem Blues verwandt, sogar in ganz modernen Stilrichtungen wie Hip-Hop ist oft noch einiges an Blues-Elementen herauszuhören.

Typische Blues-Instrumente sind Gitarre, Bass, Schlagzeug, Harmonika, Saxofon, Trompete und Gesangsstimmen.
 

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D  Dancehall   Disco   Dur
 

Dancehall  

Herkunft: [eng: dance - tanzen, hall - Halle]

Definition:  Dancehall bezeichnet ursprünglich keine eigenständige Stilrichtung, sondern einfach die Musik, die in jamaikanischen Dancehalls (Veranstaltungsorte großer Tanzpartys) gespielt wird. Dancehall (auch: Dancehall Reggae) ist eine Musikrichtung, die auf Reggae aufbaut und Ähnlichkeiten mit Hip-Hop hat. Charakteristisch dafür ist das sogenannte "Toasten", eine Art Sprechgesang.

Verwendung:
Gesungen wird auf beat-lastigen, tanzbaren Riddims (Instrumentalstücken), welche im Dancehall-Bereich meist unter Verwendung von Synthesizern und Drumcomputern produziert und von einem DJ gemischt werden. Über die Riddims wird ein Sprechgesang gesungen (getoastet). Typisch ist, dass jeweils eine Strophe mit Hilfe der immer gleichen Aussprache der letzten Silben im Vers gereimt wird. Der Sprechgesang im Dancehall ist als Toasting bzw. Chatting bekannt. Er unterscheidet sich insofern vom Rap, dass er nicht nur rhythmisch, sondern auch in einem stimmhaften Ton vorgetragen wird, der auch in kleinere Melodielinien übergehen kann.

Im Gegensatz zu manchen Reggae-Formen sind Dancehall-Texte kaum religiös ausgerichtet. Der Begriff Dancehall wurde ohnehin ursprünglich für nicht-religiösen, partyorientierten Reggae geprägt, bei dem nicht nur "getoastet", sondern auch gesungen wurde. Ähnlich dem amerikanischen Hip-Hop finden sich auch viele Sexismen und gewaltverherrlichende Texte. Auffallend im Dancehall ist eine starke Strömung der "Homophobie", einer irrationalen Angst, aber auch Hass, Ekel und Vorurteile bezüglich Homosexualität, die wiederum in Aggression und Gewalt münden.

Dancehall-Riddims finden seit der zweiten Hälfte der 90er Jahre mehr und mehr Eingang in die europäische Musikszene, in der sich muttersprachliche Künstler, beispielsweise aus Deutschland oder Frankreich, eigenständig des Dancehalls bedienen und sich auch von den Inhalten der jamaikanischen Szene abgrenzen. Beispiele hierfür sind Künstler wie Seeed.

Inzwischen hat sich Deutschland als eine der nicht-jamaikanischen Hochburgen des Dancehall etabliert, zusammen etwa mit Japan. Einige Riddims von Seeed wurden auch international bekannt, ihr "Doctor's Darling"-Riddim wurde auch von jamaikanischen Berühmtheiten verwendet.
 

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Disco

Herkunft: [eng: disk - Schallplatte und griech thέkέ Behältnis], bezeichnete ursprünglich ein Behältnis, in dem Platten aufbewahrt werden. Das Wort Disco ist das Kurzwort für Discothèque, das im Französischen um 1941 erstmalig in der Umgangssprache auftauchte. Sprach man von einer Discothek, so meinte man einen Nachtclub, in dem die Musik von Schallplatten anstatt von einer Band auf der Bühne kam.

Definition: Disco ist eine Stilrichtung der Popmusik, die um 1975 zu einem eigenständigen Musikstil wurde. Texte, Melodie und oft auch der Gesang treten bei Disco-Musik in den Hintergrund; Tanzbarkeit, Groove, ein relativ schneller Rhythmus und die Instrumentierung stehen im Vordergrund.

Verwendung:
Die Blütezeit der Disco-Musik war zwischen 1976 und 1979, sie war prägend für die Mode, den Zeitgeist und das Lebensgefühl dieser Jahre. Die etwa seit 1980 entstandenen Disco-Stile können zur Elektronischen Tanzmusik gezählt werden.

Mitte der 60er Jahre wurden in den USA und Westeuropa Diskotheken populär. Hier hörten junge Leute aktuelle tanzbare und eingängige Musik. Besonders populär war zunächst der Twist, zu dem ein eigener Tanzstil entwickelt wurde, später häufig Soul- und Funk-Musik. Mitte der 70er Jahre entwickelte sich in Verbindung mit Einflüssen aus anderen Genres der Musikstil Disco. Er war zunächst im Untergrund, bei afroamerikanischem und homosexuellem Publikum in US-amerikanischen Großstädten, zunächst vor allem in New York, populär.

Die Verknüpfung mit massentauglichen Refrains machte den Disco-Sound dann auch für das kommerzielle Radio interessant. Zwischen 1974 und 1975 kamen die ersten Disco-Hits in die Charts, z. B. Kung Fu Fighting von Carl Douglas (1974) oder Shame, Shame, Shame von Shirley & Company (1975).

Als die Plattenfirmen das kommerzielle Potenzial erkannten, begann man, Platten speziell für Discotheken zu produzieren. Um die Tänzer länger zu unterhalten, wurden Maxi-Singles und spezielle Remixe von DJs entwickelt. Überhaupt spielte der DJ bei der Entwicklung der Disco-Musik zum ersten mal in der Geschichte der Popmusik eine prominente Rolle. Seine Mixe und die Auswahl der Reihenfolge, in der er die Platten auflegte, entschieden darüber, ob die Tänzer Spaß hatten und auf der Tanzfläche blieben. Als Teil der Show forderte er oft zu kollektive Begeisterungsgesten wie Schreie oder Hände-Hochheben etc. auf.

Die Beliebtheit von Disco bei der Masse in Nordamerika und Westeuropa gipfelte mit dem Film Saturday Night Fever (1977). Die Handlung des Films entsprach in etwa dem Lebensgefühl der Disco-Generation: Aus dem tristen Alltagsleben auszubrechen und für eine Nacht ein Star zu sein.

Auch unzählige Pop- und Rockstars wie The Rolling Stones, Rod Stewart, Queen, Electric Light Orchestra und Cher gaben ihren Songs eine discoartige Note. Inflationär weitete sich der Disco-Beat in fast alle Genres aus, selbst Country-Künstler wie Dolly Parton oder Hard-Rock-Gruppen wie Kiss übernahmen den Disco-Beat und konnten damit mehr oder weniger große Erfolge feiern. Die Disco-Welle beeinflusste auch in den 80er Jahren weiter die Musik.
 

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Dur  

Herkunft: [lat: durus - hart]

Definition: Dur oder Moll bezieht sich in der Musik auf das Tongeschlecht. Der Unterschied zwischen den beiden Tonleitern besteht in der Anordnung von Ganz- und Halbtonschritten. Siehe dazu auch Tonleiter (Dur- u. Molltonleiter).

Verwendung:
Für jemanden, der sich in der Musik nicht so auskennt, ist der Unterschied hauptsächlich über die "Stimmung" des Liedes zu erkennen. Die meisten Menschen empfinden eine Lied in einer Dur-Tonleiter als "fröhlich, hell, klar" (lat. durus - hart). Eine Moll-Tonleiter wird dagegen oft als "traurig, dunkel, weich" wahrgenommen (lat. mollis - weich).

Auf solche Wahrnehmungskriterien kann man sich aber nicht immer verlassen. Auch Stilmittel wie Lautstärke, Rhythmik, Artikulation, Pausensetzung oder Harmonienfolgen können den Gesamteindruck eines Werkes deutlich bestimmen und oft ein Dur-Lied traurig und ein Moll-Lied fröhlich wirken lassen.
 

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F  Fill   Funk
 

Fill, das

Herkunft: [eng: to fill - füllen] 

Definition: E
in Fill oder Fill-In bezeichnet in der Musik die Ausschmückung eines Musikstücks.

Verwendung:
Diese Ausschmückung kann man in der Melodie, in den Begleitakkorden und in der Rhythmik durchführen. Ein melodisches Fill ist eine kurze Variation in der Melodieführung, z. B. durch kurze Vorschläge, die vor der eigentlichen Note gespielt werden, durch Triller oder schnelle Tonwiederholungen, die in die Melodie so eingefügt werden, dass sie trotzdem erkennbar und im richtigen Rhythmus bleibt.
 

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Funk, der

Herkunft: Die Bedeutung des Begriffes "Funk" geht auf den afroamerikanischen Slang der 50er Jahre zurück, wo "funky" ein Synonym für "erdig", "schmutzig" oder auch "erregt" war.

Definition:
Funk ist der Oberbegriff für eine Spielart ursprünglich afroamerikanischer Tanzmusik, die sich Ende der 60er Jahre aus verschiedenen Einflüssen des Soul, Rhythm and Blues und Jazz entwickelt hat, und wiederum Stile wie Disco und Hip-Hop stark geprägt oder teilweise beeinflusst hat. Wesentliche Stilmerkmale des ursprünglichen Funk sind eine sich wiederholende Rhythmik, die stark auf den ersten Schlag im Takt betont ist. Weitere Merkmale sind Bässe, die entgegen dem üblichen Grundtakt spielen sowie stark akzentuierte (gestochene) Bläsersätze und Rhythmusgitarren im Zusammenspiel mit Soulgesang. Oftmals wirkt der Gesang aber auch eher perkussiv als melodisch. Größere Popularität erlangte der Funk erstmals durch die Musik von James Brown.

Verwendung:
In der Geschichte der westlichen Popmusik ist Funk der erste Moment, wo im Vergleich zur Melodie mehr und mehr der Rhythmus in den Vordergrund trat. Die Geburtsstunde des Funk wird daher heute mehrheitlich auf die Veröffentlichung des Titels "Papa's got a brand new bag" von James Brown im Jahre 1965 festgelegt. Ursprünglich auch Ausdruck afroamerikanischen Bewusstseins, mit großem Einfluss durch James Brown, wurde der Funk im Verlauf der Jahre, auch bedingt durch veränderte Produktionstechniken (Synthesizer, Drumcomputer), zunehmend kommerzialisiert, und so mündete der Mainstream innerhalb des Funk in die Disco-Musik.

Auch die Bühnenshows und Outfits von Funkbands fanden ihre Ursprünge in denen von James Brown. Von Uniformen über weite, legere und farbenfrohe Outfits bis hin zu einheitlichen hautengen Overalls, die komplett mit Pailletten bestickt waren, und sogar derart aufwendigen Kostümen, wie sie üblicherweise nur zum Karneval in Rio aufgetragen werden.

Obwohl der Funk geschichtlich gesehen seinen Höhepunkt Ende der 60er bis Mitte der 70er Jahre hatte, muss man feststellen, dass er bis heute immer noch weit verbreitet ist und sowohl in abgewandelter als auch ursprünglicher Form die Grundlagen für die vielen nachfolgenden Stilrichtungen, wie z.B. den Hip-Hop bildet. Viele Super- und Megastars der 80er und 90er, wie z.B. Prince nennen den Funk als ihren Ursprung und haben ihn mit neuen "Stilblüten" weitergeführt und auch einem breiten Publikum in der weißen Bevölkerung nahe gebracht.
 

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G  Gospel   Groove
 

Gospel  

Herkunft: [von Alt-Englisch "Good News" - gute Nachrichten]

Definition:
Gospel Musik drückt in ihren Texten den Glauben an ein christliches Leben von Einzelpersonen oder Gemeinschaften aus und soll eine christliche Alternative zur nicht-religiösen Musik für die bereite Masse geben. Der kulturelle Ursprung dieser Musik ist Amerika im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts.

Verwendung:
Je nach Kultur und sozialem Zusammenhang wird Gospel Musik für viele Zwecke komponiert und dargeboten, sei es für religiöse und zeremonielle Zwecke, zum ästhetischen Vergnügen oder als Unterhaltungs-Produkt für den Musikmarkt. Die grundlegenden Themen der Gospel Musik sind aber immer das Preisen, Wertschätzen und Danken von/an Gott oder Christus.

Merkmale der Gospel Musik sind generell starke Stimmen (oft mit starker Verwendung von Harmonien - Chöre) und religiöse Texte (besonders christliche oder afrikanische Spirituals). Natürlich gibt es viele Untergruppen des Gospel. Typische Musik-Instrumente in der Gospel Musik sind Klavier oder Hammond-Orgel, Schlagzeug, Bass, Gitarre und immer öfter auch E-Gitarre.
 

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Groove, der

Herkunft: Der Begriff Groove entstand in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und kommt aus dem US-amerikanischen Englisch [amerik-eng: groove - Furche, Rille, Spur], die dem Bauern die Marschrichtung vorgibt. Auch die Schallplattenrillen heißen im Englischen "grooves" und haben dieselbe Funktion.

Definition:
Der Begriff Groove bezeichnet in der modernen Unterhaltungsmusik eine für ein Musikstück typische Rhythmusabfolge, wie man sie besonders in Stilrichtungen findet, die ihre Wurzel in der afro-amerikanischen Musik haben (z. B. Rhythm and Blues, Jazz, Soul, Pop und Hip-Hop).

Verwendung:
Der Groove ist beim Rhythmus das, was bei der Melodie Riff Hörbeispiel Riff genannt wird, zieht sich aber im Gegensatz zum Riff durch das ganze Musikstück - eine sich ständig wiederholende musikalische Phrase.

Der Groove gibt ein rhythmisches Grundmuster vor, das in der Folge variiert werden kann und gegen das die übrigen Musiker anspielen. Dieses Spannungsverhältnis verleiht dem Groove einen besonderen Reiz. Ein Groove wirkt auf die Zuhörer unbewusst psychomotorisch stimulierend. Besondere Bedeutung hat der Groove daher in Stilen der Tanzmusik wie Funk oder Disco. Ein gutes Beispiel ist die Musik von James Brown in den frühen 70er Jahren.

"Im Groove sein" ist auch Ausdruck für Übereinstimmung im Handeln mehrerer Menschen – z.B. dem Zusammenspiel mehrerer Musiker - andererseits die Bezeichnung für ein Glücksgefühl, das durch psychomotorische Stimulation wie beim Tanzen ausgelöst wird.
 

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H  Harmonie   Hip-Hop
 

Harmonie  

Herkunft: [griech/lat: harmonia - Zusammenfügung, Einklang]

Definition:
Harmonie ist ein Begriff aus der Musiktheorie und -praxis für den gleichzeitigen Zusammenklang verschiedener Töne/Stimmen. So wie die Mehrstimmigkeit überhaupt ist die Verwendung von Harmonien daher eine primär abendländisch-europäische Entwicklung.

Verwendung:
So wie man eine Melodie als eine horizontale Kombination aufeinander folgender Töne beschreiben kann, so kann man sagen, dass eine Harmonie eine vertikale Kombination gleichzeitig erklingender Töne ist.

Harmonie wird auch oft als Synonym für Akkord verwendet. In Liedern dienen Akkorde/Harmonien üblicherweise zur instrumentalen Begleitung. Sie geben der Melodie abschnittsweise einen harmonischen Bezug. Die Akkordbegleitung wird meistens mit Tasten- oder Saiteninstrumenten (Klavier, Gitarre) gespielt, da man auf diesen Instrumenten mehrere Töne gleichzeitig spielen kann.

In der heutigen Musikindustrie werden Kompositionen oft nur mehr als Grundgerüst geliefert, bestehend aus einer Melodie mit Angaben zur Akkord/Harmoniefolge. Die Ausgestaltung des Musikstückes übernehmen Arrangeur und Interpreten (Musiker/Sänger). Siehe dazu auch Arrangement.
 

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Hip-Hop  

Herkunft: Wortschöpfung eines amerikanischen Hip-Hop-DJs

Definition: Hip-Hop hat seine Wurzeln in der schwarzen Funk- und Soul-Musik. D
er Rap (Sprechgesang), der aus der jamaikanischen Tradition des Toasting (Sprechgesang im Dancehall Reggae) entstand, das Samplen und das Scratchen (Tonerzeugung durch rhythmisches Hin- und Herbewegen einer laufenden Schallplatte - [eng. scratch - zerkratzen]) sind weitere Merkmale dieser aus den schwarzen Ghettos der USA stammenden Musik.

Verwendung:
Hip-Hop bezeichnet nicht ausschließlich eine Musikrichtung, sondern auch eine Jugendkultur mit allem, was dazugehört: Rap, DJ-ing, Breakdance und Graffiti-Sprühen.

Seit Anfang der 90er Jahre hat sich Hip-Hop international verbreitet. Dabei haben sich typische Stile der einzelnen Länder herauskristallisiert, insgesamt aber bleiben die Interpreten aus den USA tonangebend.

2002 erschien in den USA der Film "8 Mile" (Regie: Curtis Hanson), ein Film über die Hip-Hop-Szene, in den Hauptrollen der Rapper Eminem und Kim Basinger.
 

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J  Jazz
 

Jazz

Herkunft: Slang-Ausdruck, entstanden um 1912 an der West-Küste der USA. Die ursprüngliche Bedeutung war "falsch, schräg". Tatsächlich werden im Jazz die üblichen reinen Dur- und Moll-Akkorde nach Möglichkeit vermieden und durch "schräger" klingende Akkorde ersetzt. Ab 1915 Ausdruck für Jazz-Musik in Chicago.

Definition:
Jazz ist eine Musikrichtung, die etwa um 1900 in den USA entstanden ist, vorwiegend durch Afroamerikaner. Kennzeichen des Jazz sind ein überwiegend europäisches Tonsystem mit europäischer Melodik und Harmonik, mit Liedformen und Rhythmik aus Europa (z. B. Marsch-Rhythmus) sowie europäischen Instrumenten (Blasinstrumente, Klavier, Gitarre, Kontrabass). Trotzdem wird all das im Jazz auf eigene Weise verwendet. Im Vordergrund stehen die Rhythmik des Swing oder Groove oder auch das Spielen mehrerer Rhythmen gleichzeitig. Je nach Jazz-Form erlauben sich die Musiker ein hohes Maß an Individualität und Improvisation mit ihren Instrumenten. Typisch sind wie beim Blues die "blue notes" und eine spezielle Art der Tonerzeugung (z. B. Schleiftöne)

Verwendung:
Der Jazz wurde im Laufe der Zeit auf verschiedenste Weise weiterentwickelt und mit anderen Musikstilen kombiniert. Heutzutage zählt man auch Musikformen zum Jazz, die oft kaum noch mit der afroamerikanischen Tradition des Jazz zu tun haben.

Bezüglich der künstlerischen Bedeutung des Jazz wird er oft als "amerikanisches Gegenstück" zur europäischen Klassischen Musik gesehen. Er hat in fast allen anderen Musiksparten neue Möglichkeiten eröffnet.

Sogenannte "Jazzstandards" sind Melodien mit einer bestimmten Akkordfolge, die als Thema einer Jazzimprovisation dienen. Meist wird das Thema zu Beginn und am Schluss des Stückes vorgestellt, dazwischen wird improvisiert - meist in Form von Soli der einzelnen Musiker. Solche Standards stammen aus Schlagern, Musicals, Filmmusik oder Eigenkompositionen der Jazzmusiker. Sie bilden das Grundrepertoire eines Jazzmusikers. Durch Abänderung von Melodien oder Akkorden entstehen neue Standards.

Viele Jazzer spielen diese Standards und improvisieren dabei. Wie das zu passieren hat, variiert von Stil zu Stil. Einige Jazzgruppen greifen bei Auftritten oft auf eine Auswahl allgemein anerkannter Jazzstandards zurück, auf die sich die verschiedenen Musiker dann rasch verständigen können. Dieses Verfahren ermöglicht sogenannte "Sessions", Konzerte verschiedener Musiker, die zusammen spielen, oft ohne einander vorher jemals gesehen oder miteinander geprobt zu haben.
 

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L  Loop
 

Loop, der

Herkunft: [eng: loop - Schleife]

Definition:
Der Begriff Loop bezeichnete ursprünglich ein an beiden Enden zusammengeklebtes Stück eines Tonbandes. Heute wird er von Musikern synonym für ein Sample benutzt, das so geschnitten ist, dass man es ohne Brüche mehrfach hintereinander abspielen kann. Ein Loop ist also ein zeitlich begrenztes Klangereignis, das mit technischen Mitteln wiederholt wiedergegeben wird.

Verwendung:
Die ersten Formen der Loop-Musik waren z. B. Spieluhren. Fast jeder von uns hat sie als Kind zum leichteren Einschlafen aufgezogen. Insbesondere Schlagzeugsamples und Begleitrhythmen werden heutzutage in/als Loops verwendet.

Ende der 70er Jahre kam der Loop in der aufkeimenden Rap/Hip-Hop-Kultur zum Einsatz. In den 90er Jahren schuf die immer besser werdende Computertechnik die Basis für neue Musikstile, die mit komplett digitalen Loops arbeiteten (z. B. "Massive Attack" oder "Morcheeba").

Grundsätzlich besteht kein direkter Bezug zwischen musikalischen Stilrichtungen und der Verwendung von Loops; Looping ist keine eigenständige Stilrichtung.

Musiker setzen Loops auch oft für ihre Arbeit als Solo-Sänger/Liedermacher ein:

MonaLisa: Unser amerikanischer Gitarrenlehrer jOHn Parschauer verwendete diese Methode, wenn er in Bars oder Cafés auftrat. Er spielte vor dem Publikum eine Begleitmusik auf der Gitarre, die er mit einem Fußpedal aufnahm. Während des Spiels, unbemerkt von den Zuhörern, spielte er diese Musik (wieder mit einem Tip auf das Fußpedal) als Loop ab, während er dazu überging, zu seiner eigenen Begleitmusik z. B. ein Solo zu spielen.
 

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M  mastern   mischen   Mischpult   Moll
 

mastern

Herkunft: [von eng: master - Meister, von lat: magister - Lehrer]

Definition: Mit Mastering ist der letzte Arbeitsschritt einer Musikproduktion vor der Herstellung des Tonträgers (CD, Schallplatte) gemeint, nämlich die Audionachbearbeitung. Mastern kommt nach dem Mischen (Mixen).

Verwendung:
In der Musikproduktion unterscheidet man folgende Produktionsschritte:
1. Die Tonaufnahme (in mehreren Spuren)
2. Das Mischen der einzelnen Spuren auf eine Spur
3. Die Nachbearbeitung des Mixes (Mastering)
4. Erstellung eines Premasters als Vorlage für ein Glasmaster (CD)/einer Matrize (LP)
5. Erstellung des Glasmasters als Pressvorlage für die CD-Herstellung

Mit dem Mastering (Punkt 3) möchte man dem Musikmaterial noch eine bessere Qualität verleihen und sicherstellen, dass die Musik für möglichst viele technische Geräte und Medien spielbar ist. Eine gut gemasterte Tonaufnahme sollte bei der Wiedergabe auf einer kleinen Stereoanlage ebenso gut klingen wie über Kopfhörer oder im Radio, die Mono- ebenso wie die Stereo-Ausgabe. Beim Mastering lässt sich durch den Einsatz verschiedener technischer Mittel (analog oder digital) eine Verbesserung der Klangqualität (Entrauschung, ...) erzielen, es können (wie in der Grafik) Filter und Blendeneffekte ("Ausfaden") verwendet werden.

Nach dem eigentlichen Audio-Mastering werden beim Premastering (Punkt 4) die Titelreihenfolge (z. B. einer CD) und die Länge der Pausen bestimmt bzw. bestimmte Zusatzinformationen für die wirtschaftliche Verwertung von Musikrechten angelegt. Dieses Premaster geht dann ans Presswerk und dient als Vorlage für die Erstellung der Matrize/des Glasmasters, von dem alle Exemplare dieser CD/LP gepresst werden.

Das Mastering kann in eigenen Studios gemacht werden, die sich darauf spezialisieren. Es gibt aber viele Toningenieure, die diese Arbeitsschritte auch erledigen können, wie z. B. unser Papa.
 

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mischen

Synonyme: mixen

Definition: Unter "mischen" versteht man das Zusammenführen aller Tonspuren eines Liedes zu einer einzigen Spur. Dabei werden auch verschiedene elektrische Signale auf einem Mischpult bearbeitet. Dies betrifft hauptsächlich Lautstärke, Signalqualität und Klangeigenschaften.

Verwendung:
In der Musikproduktion unterscheidet man folgende Produktionsschritte:
1. Die Tonaufnahme (in mehreren Spuren)
2. Das Mischen der einzelnen Spuren auf eine Spur
3. Die Nachbearbeitung des Mixes (Mastering)
4. Erstellung eines Premasters als Vorlage für ein Glasmaster (CD)/einer Matrize (LP)
5. Erstellung des Glasmasters als Pressvorlage für die CD-Herstellung

Die Bearbeitung der einzelnen Tonspuren und das Zusammenmischen zu einer einzigen Spur (Punkt 2) kann analog oder digital erfolgen. Zum erfolgreichen Mischen muss man sich in Elektrotechnik, Digitaltechnik und Akustik sehr gut auskennen und ein gutes, geübtes Gehör haben (siehe Tontechnik).

Mischpulte gibt es in allen Größen, in digitaler, analoger oder hybrider (analog und digital in einem) Form oder als Computer-Software. Je nachdem, welche Funktionen, welche Klangeigenschaften, Signalqualität oder Größe ein Mischpult haben soll, kann ein Mischpult zwischen 50 Euro bis zu 1 Mio Euro kosten.
 

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Mischpult

Synonyme: Mischer, Mixer, Konsole

Definition: Ein Mischpult allgemein dient dem Zusammenführen verschiedener elektrischer Signale und wird hauptsächlich im künstlerischen Bereich verwendet (Licht-, Video- und Tontechnik). Tonsignale können z. B. über Aufnahme-Mikrofone oder über elektronische Klangerzeuger (z. B. Keyboard) in das Mischpult eingespeist und dort bearbeitet werden.

Verwendung:
Mischpulte gibt es in allen Größen, in digitaler, analoger oder hybrider (analog und digital in einem) Form oder als Computer-Software. Je nachdem, welche Funktionen, welche Klangeigenschaften, Signalqualität oder Größe ein Mischpult haben soll, kann ein Mischpult zwischen 50 Euro bis zu 1 Mio Euro kosten.

Mischpulte werden für folgende Aufgaben verwendet: Erzeugen von elektronischer Musik, Aufzeichnung von Musik und Gesang, Bearbeiten und Mischen von Tonsignalen, zur Beschallung von Räumen (z. B. Verstärkung bei Veranstaltungen).
 

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Moll  

Herkunft: [lat: mollis - weich]

Definition: Dur oder Moll bezieht sich in der Musik auf das Tongeschlecht. Der Unterschied zwischen den beiden Tonleitern besteht in der Anordnung von Ganz- und Halbtonschritten. Siehe dazu auch Tonleiter (Dur- u. Molltonleiter).

Verwendung:
Für jemanden, der sich in der Musik nicht so auskennt, ist der Unterschied hauptsächlich über die "Stimmung" des Liedes zu erkennen. Die meisten Menschen empfinden eine Lied in einer Dur-Tonleiter als "fröhlich, hell, klar" (lat. durus - hart). Eine Moll-Tonleiter wird dagegen oft als "traurig, dunkel, weich" wahrgenommen (lat. mollis - weich).

Auf solche Wahrnehmungskriterien kann man sich aber nicht immer verlassen. Auch Stilmittel wie Lautstärke, Rhythmik, Artikulation, Pausensetzung oder Harmonienfolgen können den Gesamteindruck eines Werkes deutlich bestimmen und oft ein Dur-Lied traurig und ein Moll-Lied fröhlich wirken lassen.
 

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P  Part   Percussion   Playback   Pop
 

Part, der

Herkunft: [eng: part, franz: pars - Teil, Anteil]

Definition: So wie ein Schauspieler am Theater eine bestimmte Rolle spielt, gibt es das auch in der Musik. Ob in einem Orchester oder in einer Band - jeder Musiker spielt ein Instrument oder singt eine Stimme. Das ist sein Part, den er einstudiert, übt und für den er verantwortlich ist. Er kümmert sich darum, dass sein Instrument bzw. seine Stimme "funktioniert", gestimmt bzw. eingesungen ist und dass er damit die gewünschte Musik erzeugen kann.

Verwendung:
So wie am Theater der Regisseur die Anweisungen für die einzelnen Parts gibt, macht das ein Dirigent bzw. der Bandleader in der Musik.

MonaLisa: Bei kleiner Besetzung kommt es auch oft vor, dass eine Person mehrere Parts in einem Stück übernimmt. Bei uns in der Band spielt oder singt jeder von uns mehrere Parts, weil wir nur vier Personen sind. Es ist auch unser Ziel, mehrere Instrumente spielen oder gleichzeitig spielen und singen zu können.
 

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Percussion, die

Herkunft: [lat: percutere, Vergangenheitsform: percussum - erschüttert, getroffen,
(er)schlagen]


Definition:
Percussion ist in der Musik der Oberbegriff für das Spiel aller Instrumentenarten aus dem Bereich Schlag- und Effektinstrumente. Die Percussion gilt als die urtümlichste Form des Musizierens und ist in Instrumentierung und Spielweise stark durch regionale Besonderheiten geprägt.

Verwendung:
In der modernen populären Musik sowie im Schlagwerk eines klassischen Orchesters werden die Perkussionsinstrumente unabhängig von ihrer Herkunft oder kulturellen Bedeutung kombiniert. Im allgemeinen Sprachgebrauch der Popmusik wird zwischen dem "klassischen Schlagzeug" und der "sonstigen Perkussion" (Latin-, African-, Orientpercussion, ..) unterschieden.

Diese Unterscheidung hat aber keine objektive Grundlage, da das Schlagzeug eine Zusammen-stellung verschiedener Perkussionsinstrumente ist, die von Musikrichtung zu Musikrichtung stark variieren kann. Allerdings erfordern Congas, Bongos, Shaker oder Tamburin, um ein paar wichtige Perkussionsinstrumente zu nennen, spezielle Schlag- oder Spieltechniken, die ein Schlagzeuger (im engeren popular-musikalischen Sinn) nicht immer beherrscht – und umgekehrt.

Die vokale Nachahmung der Percussion im Hip Hop oder im modernen A-cappella-Gesang von Vokalensembles nennt man "Mouthpercussion" oder "Human Beatbox".

MonaLisa: Wir haben auch ein Stück, in dem Mona die Mouthpercussion macht, nämlich
I will von den Beatles Play MonaLisa-Version   Info MonaLisa-Version   .
 

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Playback, das

Herkunft: [eng: play - spielen, back - Hintergrund]

Definition:
Das Playback ist eine Methode des Vortragens von akustischen Signalen. Dabei wird alles oder nur Teile des Vortrages von einem Tonträger (z. B. CD) abgespielt und nicht live vom jeweiligen Interpreten vorgetragen.

Verwendung:
Man unterscheidet Voll-Playback und Halb-Playback. Beim Voll-Playback wird der gesamte akustische Vortrag vom Tonträger abgespielt. Die Interpreten imitieren nur Instrumentenspiel und Mundbewegungen. Beim Halb-Playback wird normalerweise die Sprache oder der Gesang durch den Interpreten selbst vorgetragen, nur die Musik oder andere akustische Signale kommen vom Tonträger.

In der Musik wird Playback bei öffentlichen Auftritten von Interpreten eingesetzt, um Kosten zu minimieren und/oder um ein optimales Klangergebnis zu ermöglichen. Dabei können sowohl Voll-Playback als auch Halb-Playback zur Anwendung kommen. So wird zum Beispiel das gesamte Orchester durch einen Tonträger eingespielt, während der Interpret zu der Musik singt.

Beim Publikum wird oft der Eindruck erweckt, es handle sich um einen Live-Auftritt. Nicht selten wird dann das Vortäuschen des Live-Singens aufgedeckt, wenn der Interpret die Lippen nicht synchron zur Musik bewegt oder auch, wenn beim Abspielen des Tonträgers technische Fehler passieren (Aussetzer, Klangverzerrungen).

MonaLisa: Bei drei unserer Nummern (Aufsteh'n Play MonaLisa-Version   Info MonaLisa-Version   , Back to life Play MonaLisa-Version   Info MonaLisa-Version   und Der Kommissar Play MonaLisa-Version   Info MonaLisa-Version   haben wir Halb-Playbacks verwendet. Die Musik kam vom Mischpult, aber wir haben live gesungen. Das haben wir deshalb so gemacht, weil wir entweder mit unserer kleinen Band nicht genügend Instrumente spielen konnten, die für den Original-Sound notwendig gewesen wären oder weil der Original-Interpret selbst z. B. Drum-Computer verwendet hatte.

Wir haben Playbacks auch abseits der Bühne, nämlich zum Üben verwendet. So konnte jeder von uns seinen Part zur Gesamt-Musik einstudieren und üben, ohne immer die anderen Musiker zu brauchen. Erst wenn jeder seine Parts konnte, haben wir die Songs gemeinsam geprobt.
 

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Pop

Herkunft: [lat: populus - das Volk]

Definition:
Popmusik ist abgekürzt für Popularmusik, also die Unterhaltungsmusik für das Volk. Sie ist gekennzeichnet von Einfachheit und Wohlklang, angenehmen Harmoniefolgen, nachsingbaren, einprägsamen Melodien, einfachen und durchgehenden Rhythmen, dem klassischen Liedaufbau Strophe-Refrain und einem sanften, melodischen Gesang.

Verwendung:
Der englische Begriff Popmusik tauchte in den 50er und 60er Jahren auf, als diese Form der Musik als Teil der Popkultur entstand. Der deutsche Begriff Volkslied ist bei weitem älter (ca. 1770).

Unter Popmusik versteht man allgemein kommerziell erfolgreiche Musik in eingängigem, harmonischem Stil. Der für die breite Masse produzierte Pop bezieht sich heute aber nicht mehr nur auf das ursprüngliche Volkslied oder Balladen, sondern verleibt sich oft gerade aktuelle Musikstile ein. Um sie für die gängigen Hörgewohnheiten zugänglicher zu machen, entfernt die Popmusik alle komplexen und ungewohnten Kennzeichen, die die verwendeten Musikstile so haben.

Der größte Teil der Popmusik ist englisch-sprachig, da der Begriff aus dem Amerikanischen kommt. Es werden heute aber auch deutsche Lieder als Popmusik bezeichnet, wenn sie musikalisch wie ein Pop-Lied aufgebaut sind.

Der Erfolg von Pop-Songs wird in den Hitparaden (engl. Charts) gemessen. Die kommerzielle Popmusik ist der einträglichste Zweig der Musikindustrie.
 

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R  R & B   Reggae   Riddim   Riff  
 

R & B

Synonym: Rhythm and Blues

Herkunft: [eng: rhythm - Rhythmus    I feel blue - ich bin traurig]

Definition:
Rhythm and Blues (Kürzel: R & B, R ’n’ B oder auch RnB) bezeichnet den in den 40er Jahren vorherrschenden Stil afroamerikanischer Popmusik: eine rhythmisch stark akzentuierte Form des Blues, aus der später Rock ’n’ Roll (die von Weißen gespielte und produzierte Form des R&B) wurde. In der amerikanischen Musikindustrie wird der Begriff bis heute auch als Sammelbezeichnung für "Afroamerikanische Musik für die Massen" verwendet.

Verwendung:
In den 80er und 90er Jahren bezeichnete der Begriff auch Verbindungen von Popmusik und Soul (Michael Jackson, Whitney Houston, Lionel Richie) beziehungsweise später eine Verbindung von Popmusik und Hip-Hop. Zur genaueren Abgrenzung werden hierfür häufig die Begriffe "Contemporary R & B", "New R & B", "Rhythm ’n’ Beat" oder "R & B" verwendet.
 

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Reggae

Herkunft: Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes "Reggae" ist unklar. Manche - darunter Bob Marley - leiten es von [lat. rex - König] ab und behaupten, es heiße soviel wie "Musik des Königs". Andere erklären es wesentlich weniger majestätisch als Ableitung von streggae, einem jamaikanischen Slang-Wort für ein leichtes Mädchen.

Definition: Reggae
ist eine ursprünglich jamaikanische Musikform. Er entstand Ende der 60er Jahre unter dem Einfluss US-amerikanischer Musikrichtungen wie Soul, R&B und Jazz (die in Jamaika über das Radio empfangen wurden) aus seinen unmittelbaren Vorläufern Mento, Ska und Rocksteady (ursprüngliche jamaikanische Volksmusikstile). Der Regaee entwickelte sich seitdem zu einer der bedeutendsten Richtungen der populären Musik. 

Verwendung:
Der typische Grundrhythmus des Reggae entstand, als bei ersten Eigenproduktionen des Ska US-amerikanische R&B-Stücke gecovert und mit einer starken Betonung des zweiten und vierten Taktteils unterlegt wurden. Im Übergang von Ska zu Rocksteady und dann zu Reggae wurde dieser minimalistische Grundrhythmus jeweils verlangsamt. Reggae und seine Vorläufer entstanden vornehmlich als Tanzmusik, deren Verbreitung hauptsächlich durch so genannte "Sound-Systems", mobile Diskotheken, vorangetrieben wurden.

Als erster großer und durchschlagender internationaler Erfolg - v. a. in den britischen Charts - gilt das 1968 von Desmond Dekker eingespielte "The Israelites", mit Nr.1-Platzierungen u. a. in Deutschland und England: der erste eigentliche Welthit des Reggaes.

Einer der bedeutendsten Reggaemusiker ist Bob Marley. Viele sehen ihn als jamaikanischen Nationalhelden.

Die Texte im Reggae sind oft sozialkritisch, machen auf Missstände aufmerksam oder wollen den Jamaikanern ihre afrikanischen Wurzeln bewusst machen. Ein weiteres oft vorkommendes Themengebiet lässt sich mit love, peace & unity (Liebe, Frieden und Einigkeit) zusammenfassen, auch der Genuss von Marihuana ist ein beliebtes Motiv.

Moderne Reggaevarianten werden oft als Dancehall-Reggae bezeichnet. Dieser Begriff ist etwas problematisch, denn er bezeichnet streng genommen keine bestimmte Stilrichtung, sondern fasst diejenigen Stile zusammen, die momentan in den jamaikanischen "Dancehalls" (Orte größerer Tanzpartys) populär sind.
 

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Riddim, der

Herkunft: [eng: rhythm - Rhythmus]

Definition:
Reggae-Musiker verstehen unter einem Riddim ein kurzes Instrumentalstück, das sich über einen ganzen Song wiederholt und zu dem verschiedene Sänger ihre Songs singen. Ein Riddim wird im Wesentlichen als ein kurzer Basslauf über 1 - 4 Takte definiert. Bei Reggae-Riddims gehört meist noch eine kurze charakteristische Melodie dazu, die oft von Bläsern gespielt wird.

Verwendung:
Seine musikalische Entsprechung hat der Reggae-Riddim auch in anderen Musikstilen. Im Hip-Hop etwa sagt man zur musikalischen Untermalung für einen Rap "Beat". Und in modernen Tanzmusik-Stilen wie Funk oder Disco nennt man das Groove.

Im Gegensatz zum Riff Hörbeispiel Riff, der eine charakteristische Melodie in einem Song ist, sind Riddim, Beat oder Groove Begriffe für den Rhythmus. Sie ziehen sich, anders als das Riff, durch die ganze Nummer hindurch.

Hörbeispiele für Riddims findest du auf "jamrid.com/Riddims.php"
 

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Riff, der

Herkunft: Der Begriff kommt vom Komödientheater, wo riffing die Aktion ist, eine lustige oder clevere Aussage über das ganze Stück hinweg auszudehnen. Wir würden sagen, der "Running gag". Ein Riff in der Musik ist sozusagen der "wiederkehrende Gag", der sich durch ein Lied hindurchzieht.

Definition: Ein
Riff ist ein Begriff aus der Pop- und Jazzmusik. Es bezeichnet eine kurze, prägnante, sich wiederholende Ton- oder Musikalische Fachbegriffefolge in der Begleitmusik zum Hauptthema eines Musikstücks. Im Gegensatz zum Groove zieht sich ein Riff nicht durch das gesamte Stück, sondern ist auf kleinere Abschnitte beschränkt, prägt aber entscheidend seinen Charakter, sodass es viele Popmusiker mit "musikalischem Einfall" gleichsetzen.

Verwendung:
Ein rein instrumentaler Riff wird oft als Eingangsphrase oder Übergang zwischen Strophe und Refrain in einen Song eingebaut. Ein bekanntes Beispiel ist (I Can't Get No) Satisfaction von den Rolling Stones. oder Smoke on the Water Hörbeispiel Riff. Jemand braucht nur diese markante Tonabfolge spielen, und jeder weiß sofort, welches Lied gemeint ist.

In vielen Fällen wird der Riff von der Leadgitarre gespielt (Smoke on the water), manchmal von der Bassgitarre oder von beiden. Im Soul übernehmen oft auch die Bläser den Riff. Du kennst sicher "I feel good" von James Brown.
 

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S  Sampler   Session   Soul   Soundcheck   Stimmlage
 

Sampler, der

Herkunft: [eng: sample - Stichprobe, Auswahl, Muster]

Definition: Klangerzeuger. Ein Sampler ist ein elektronisches Musikgerät,
das Töne jeglicher Art aufnehmen und auf Tastendruck in verschiedener Tonhöhe wiedergeben kann. Es werden reale Klänge (über Mikrofon oder von anderen Tonquellen) digital aufgenommen. Dabei wird das Audiomaterial abgetastet und als kurze Audiodatei, eben als "Sample", gespeichert. Bei der Wiedergabe kann der Prozessor des Samplers das Abspielen beschleunigen oder verlangsamen, wodurch sich die Tonhöhe des Klanges ändert.

Verwendung:
Da das Aufnehmen und Aufbereiten von Samples eine aufwändige und zeitraubende Sache ist, verwenden viele Musiker fertige Sample-Bibliotheken, die es auf CD oder DVD zu kaufen gibt. Instrumental-Samples, die alle Feinheiten eines natürlichen Instruments (z. B. Klavier, Gitarre, Saxofon) wiedergeben sollen, haben leicht mehrere Gigabyte.

Die Sampling-Technik hatte maßgeblichen Anteil bei den Kreationen verschiedener moderner Musikstile wie Hip-Hop oder Techno (synthetisch produzierte, rhythmusorientierte, sehr schnelle Tanzmusik).
 

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Session

Herkunft: [lat: sedere, Vergangenheitsform: sessum - sitzen/gesessen]

Definition: Eine (Jam)Session (englisch: jam - improvisieren) ist ein zwangloses Zusammenspiel von z. B.
Jazz-, Blues-, oder Hip-Hop-Musikern, die üblicherweise nicht in einer Band zusammen spielen.

Verwendung:
Auf Jazz-Jamsessions können Stücke gespielt werden, deren harmonisches Schema und Melodie allen Mitmusikern bekannt ist oder es kann auch frei improvisiert werden. Oft wird die Rhythmusgruppe (bestehend aus Schlagzeug, Percussion und Bass-Instrumenten) für die Session im Vorhinein zusammengestellt, damit die hinzukommenden Musiker wissen, welche Musik sie erwartet.

Jamsessions waren für die gesamte Jazzentwicklung von großer Bedeutung - in den frühen 40er Jahren etwa trafen sich viele Swingmusiker (zum Teil aus Bigbands, zum Teil auch aus kleinen Formationen) im "Mintons Playhouse" in Harlem, um nach der Sperrstunde noch ein wenig zu jammen. Aus diesen Meetings in den frühen Morgenstunden entstand der Be-Bop und damit die Grundlage für den gesamten Modern-Jazz.

Dazu gibt es ein Gegenstück im Irish Folk (irische Volksmusik). Eine Session ist dort ebenfalls ein lockeres Zusammentreffen und Musizieren von Musikern, die sich der traditionellen irischen Musik verschrieben haben. Sessions finden dort meistens in den traditionellen irischen Kneipen, den so genannten Pubs statt. Es ist aber auch üblich, dass Musiker ihre Kollegen und Freunde zu sich nach Hause einladen - dies nennt man dann kitchen session.
 

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Soul

Herkunft: [eng: soul - Seele]

Definition: Soul ist ein Musikstil, der seine Wurzeln in der Gospel Musik bzw. im Rhythm and Blues hat. Man sagt, dass dieser Musikstil in den späten 50er Jahren von Afroamerikanern in den Städten der nördlichen USA, besonders Chicago begründet wurde. Andere Städte wie Detroit, Memphis, Tennessee folgten, und es entstanden viele regionale Soul-Musikstile.

Verwendung:
Die "Rock and Roll Hall of Fame" (Museum der Musikindustrie in Cleveland, Ohio, USA) bezeichnete Soul als eine "Musik, die aus den Erfahrungen der schwarzen Bevölkerung in Amerika erwachsen ist, aus einer Umwandlung von Gospel und Rhythm and Blues hin zu einer funkigen, nicht-religiösen Art von Bezeugungen".

Typische Soul-Instrumente sind Gitarre, Bass, Keyboard, Schlagzeug, Bläser und Gesangsstimmen. Seine Blütezeit hatte der Soul bei der breiten Masse weltweit von den 60er bis zu den frühen 80er Jahren. Frühe bekannte Soul-Sänger waren Sam Cooke, Nina Simone, Jackie Wilson, Mahalia Jackson, Ray Charles, Little Richard und James Brown.

Soul entwickelte sich zu moderneren Formen bzw. anderen Musikstilen weiter, z. B. zu Funk, wofür James Brown ein gutes Beispiel ist.
 

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Soundcheck, der

Herkunft: [eng: sound - Klang   check - überprüfen]

Definition: Unter einem Soundcheck versteht man die Kontrolle und Einstellung der Beschallungs-Anlage (Verstärker, Lautsprecher) vor dem eigentlichen Einsatz. Der englische Begriff wird auch im Deutschen verwendet und normalerweise nicht übersetzt.

Verwendung:
Nachdem solche Beschallungs-Anlagen immer komplexer werden, ist es vor allem im mobilen Einsatz auf Tourneen notwendig, diese Anlagen vor jedem Auftritt einzustellen und zu überprüfen. So ein Soundcheck kann zwischen wenigen Minuten bis hin zu mehreren Stunden dauern, je nach Anlage, Anforderungen der Künstler, besonders aber der Vertrautheit der beteiligten Musiker untereinander (Manche Musiker sehen einander erst kurz vor dem Konzert zu ersten Mal).

Die Vorstufe zum Soundcheck ist der sogenannte "Linecheck" (line - Leitung, Kabel), der nur überprüft, ob alle Signalkanäle (Aufnahme und Wiedergabe) richtig angeschlossen sind und funktionieren. Das ist meist der Moment, an dem so banale Phrasen wie "eins, zwo, eins, zwo, Test" zu hören sind.

Es ist ein Zeichen sowohl für die Kompetenz der Musiker als auch des Tontechnikers, wenn sie sich z.B. bei Veranstaltungen mit einem kurzen Linecheck begnügen können, ohne dass die Qualität der Darbietung erkennbar darunter leidet.
 

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Stimmlage

Synonym: Tonlage
 

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T  Tonart   Tonlage   Tonleiter   Tonspur   Tontechnik(er)/Tonstudio   transponieren/Transposition
 

Tonart

Definition: Die Tonart ist eine abgestufte Folge von Tönen (Tonleiter), die auf einem Grundton aufgebaut ist. In der abendländischen Musik kennen wir hauptsächlich die Dur-, und Moll-Tonarten. Aber auch in der arabischen oder indischen Musik, die andere Tonleitern verwendet, gibt es Tonarten. Beispiele für unsere gebräuchlichen Tonarten wären z. B. C-Dur oder G-Moll.

Verwendung:
Die meisten Musikstücke stehen in einer bestimmten Tonart. Vor allem Anfang und Schluss eines Stückes lassen sich dieser Tonart zuordnen. Innerhalb eines Stückes werden Tonarten manchmal gewechselt.

In jedem anspruchsvollen Stück tauchen auch gehäuft Töne außerhalb der Tonleitern auf, ohne dass man aber gleich von einem Tonartwechsel sprechen würde. Diese werden oft nach Gehör und im harmonischen/melodischen Zusammenhang des Stückes gespielt, vor allem dann, wenn der Musiker keine exakten Noten vorgegeben hat. Die Tonart eines solchen Stückes wird dann hauptsächlich durch das Vorkommen der charakteristischen Melodie bestimmt.

Die Versetzung von Musik in eine andere Tonart heißt Transposition. Die Tonleiter, also die Abfolge der Ganz- bzw. Halbtonschritte zueinander, bleibt gleicht. Dur bleibt also Dur, Moll bleibt Moll, daher ändert sich der wesentliche Charakter des Stückes nicht. Die meisten Menschen können nur die Stimmung eines Liedes wahrnehmen, nicht aber die absolute Tonhöhe bestimmen. In der Unterhaltungsmusik ist die Tonart eines Liedes also nicht sehr wesentlich.
 

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Tonlage 

Synonym: Stimmlage

Definition: Ton- oder Stimmlage bedeuten das gleiche. Beides sind Begriffe, mit denen man in der Musik Singstimmen und Musikinstrumente bezügl. ihres Tonumfanges (tiefster bis höchster Ton) sortiert. Dabei gilt der Tonumfang, den ein Stimmorgan rein körperlich bzw. ein Instrument physikalisch erzeugen kann. Die häufigsten Stimmlagen sind (vom höchsten bis zum tiefsten) Sopran, Mezzosopran, Alt, Tenor, Bariton, Bass. Bei Instrumenten gibt es jedoch weitere Tonlagen, die von Sängern nicht erreicht werden können.

Verwendung:
In Chören gruppiert man die Sänger nach Stimmlagen, damit sie sich besser aneinander orientieren können und damit ein Dirigent seine Anweisungen zu den einzelnen Gruppen geben kann. Auch in einem Orchester sind die Instrumente innerhalb ihrer Gruppen (z. B. Klarinetten) in den einzelnen Tonlagen angeordnet.

Wenn einem Sänger die Original-Stimmlage zu hoch oder zu tief ist, muss man die Stimme in eine andere Tonart versetzen (transponieren).
 

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Tonleiter

Definition: In der westlichen Musik besteht eine Tonleiter aus 7 aufeinander folgenden Tönen, die in bestimmten Abständen (Intervallen) zueinander stehen und sich auf einen Grundton beziehen.

Verwendung:
Man kann diese Tonleitern auf jedem beliebigen Grundton beginnen, wichtig ist nur, dass die Intervalle eingehalten werden. Durch die Angabe eines konkreten Grundtons (z. B. C) wird aus einer Tonleiter eine Tonart wie C-Dur oder C-Moll. Die Tonarten C-Dur und A-Moll enthalten die Stammtöne der westlichen Musik, die den weißen Tasten eines Klaviers entsprechen (C, D, E, F, G, A, H). E auf F bzw. H auf C sind Halbtöne, alle anderen sind Ganztöne.

Die Dur-Tonleiter (hier das Beispiel C-Dur) besteht aus Tönen im Abstand von
Grundton    Ganzton - Ganzton - Halbton - Ganzton - Ganzton - Ganzton - Halbton
     C       -     D      -     E      -      F     -     G      -     A     -      H      -    C

Die Moll-Tonleiter (hier das Beispiel A-Moll) besteht aus Tönen im Abstand von
Grundton - Ganzton - Halbton - Ganzton - Ganzton - Halbton - Ganzton - Ganzton
     A      -      H     -     C     -      D     -      E      -     F     -      G     -      A      

Es gibt immer eine Dur- und eine Moll-Tonart, die aus den gleichen Tönen bestehen, wie das obere Beispiel zeigt.

Eine Tonleiter ist wie ein Formelsatz aus der Mathematik. Man muss also nicht unbedingt die Töne einer jeden Tonart auswendig wissen, um sie spielen/singen zu können. Es reicht, wenn man die charakteristische Ganz-/Halbton-Abfolge und den Grundton kennt.
 

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Tonspur

Definition: Die Bezeichnung Tonspur stammt von der Verwendung von Tonbändern für Tonaufzeichnungen. Auch der Bereich eines Filmes, der für die Audioinformationen vorgesehen ist (z. B. Filmmusik, Sprache), wird Tonspur genannt. Es ist gebräuchlich, diese Bezeichnung für jede aufgezeichnete Tonaufnahme zu verwenden – selbst für digitale Aufnahmen, bei denen jede Tonaufnahme typischerweise in einer einzelnen Datei gespeichert wird.

Verwendung:
Bei Musikaufnahmen werden oft mit Mehrspur-Rekordern (oder Mischpulten) die einzelnen Instrumente in getrennten Spuren aufgezeichnet. So kann jede Tonspur einzeln aufgenommen werden, ohne andere, bereits aufgenommene Spuren zu verändern. Außerdem können alle Spuren gemeinsam abgespielt werden.

Tonspuren
 werden die einzelnen Tonspuren aufgenommen und bearbeitet.

Verwendung finden solche Mehrspur-Aufnahmen, wie in unserem Fall, bei der Produktion von Live- oder Studio-CDs. Wir haben unser Konzert live mitgeschnitten (über das Mischpult) und dann fehlerhafte Passagen korrigiert, indem wir diese Spuren neu aufgenommen haben.

Für Studio-CDs bedeutet dieses Verfahren die Möglichkeit, mehrere Begleitstimmen oder zusätzliche Instrumente einzufügen, für die man sonst keine Musiker/Sänger hat. Es gibt auch Musiker, die einzelne Titel oder sogar ganze Alben komplett alleine aufnehmen, indem sie jedes einzelne Instrument und jede Gesangsstimme nacheinander einzeln einspielen (z. B. Prince). Das ist bei kleinen Bands oder Solo-Künstlern von Vorteil. Nachdem man die digital gespeicherten Dateien elektronisch versenden kann, ist es auch nicht notwendig, dass alle Künstler ihre Parts im gleichen Studio einspielen. Man ist also örtlich und zeitlich sehr flexibel.
 

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Tontechnik(er)/Tonstudio/Studio

Definition: Tontechnik ist der Oberbegriff für Techniken der Aufzeichnung, Bearbeitung, Wiedergabe und Verstärkung von akustischen Ereignissen (Schall) wie z. B. Sprache und Musik unter Verwendung von Tonsignalen.

Verwendung:
Um Schall bearbeiten zu können, muss er mit einem Schallwandler (z. B. Mikrofon) in ein elektrisches Tonsignal umgewandelt werden. Diese Signale können aufgezeichnet, bearbeitet, übertragen, verstärkt, ... werden.

Für all diese Vorgänge, die in einem Tonstudio passieren, gibt es verschiedene, für die Tontechnik typische Geräte: Mikrofone, Klangregler, Verstärker, Verzögerer, Hallgeräte und Lautsprecher (zur Rückumwandlung der bearbeiteten Tonsignale in Schall). Solche Geräte werden heutzutage immer mehr durch virtuelle digitale Tonstudio-Software auf dem Computer/Laptop ersetzt. Da dies auf jeden Fall platzsparender, handlicher und oft auch kostengünstiger ist, wird der weitaus größte Teil der modernen Musikproduktion heute digital produziert.

Die Tontechnik erfordert, neben der Kenntnis der verschiedenen Geräte, grundlegendes Wissen in den Bereichen Elektrotechnik, Digitaltechnik und Akustik. Darüber hinaus ist ein geschultes Gehör sehr wichtig, da trotz vorhandener Messinstrumente das Gehör die letztlich entscheidende Instanz zur Qualitätskontrolle ist.

Das entsprechende Tontechnik-Wissen kann man sich wie immer autodidaktisch aneignen oder an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (Tonmeisterausbildung) oder am SAE Institute (ursprünglich School of Audio Engineering) - Fachrichtung Tontechnik, das in Deutschland einige Niederlassungen betreibt, aneignen.
 

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transponieren/Transposition

Herkunft: [lat: trans - hinüber, ponere - setzen, legen, stellen]

Definition: ein Musikstück in eine andere Tonart versetzen, z. B. von G-Dur in C-Dur

Verwendung:
Es gibt verschiedene Gründe für eine Transposition, z. B. wenn man ein Lied nachsingen möchte, aber eine andere Stimmlage hat als der Original-Sänger. Manchen Menschen ist eine Melodie zu hoch oder zu tief. Man nimmt dann die gleiche Melodie und spielt sie eben höher oder tiefer, wie man es braucht.

Spielen mehrere Instrumente, die in verschieden Tonlagen gestimmt sind, zusammen, müssen deren Noten in verschiedenen Tonarten geschrieben sein, damit sie klanglich zusammen passen. Beispiel: Ein Alt-Saxophon ist in Es-Dur gestimmt. Wenn die Gitarren also G-Dur spielen, muss das Saxophon E-Dur spielen, damit es gleich klingt.

Bei manchen Instrumenten geht das Transponieren einfach.
Beim Keyboard z. B. kann man die Tonart eingeben, die man spielen möchte. Man kann also weiterhin die Tasten der C-Dur Tonleiter verwenden, aber trotzdem z. B. E-Dur hören. Der Computer im Keyboard rechnet das selbst um.
Bei Gitarre und Bass kann man kleine Spangen (Kapotaster) an verschiedene Stellen des Gitarren-Bretts klemmen. Damit kann man die Saiten künstlich verkürzen, somit klingen sie anders. Man braucht also keine neuen Griffe zu lernen, um ein Lied in einer anderen Tonart zu spielen.
Bei Blasinstrumenten geht das nicht. Da bleibt dem Musiker nichts anderes übrig, als die Griffe der anderen Tonart zu verwenden.
 

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