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Unsere 1. Studio-CD-Produktion


Auf der Seite 1.Live-CD-Produktion konntest du erfahren, wie unsere erste Live-CD entstanden ist. Als nächstes wollen wir eine richtige Studio-CD aufnehmen, diesmal bevor wir wieder ein Konzert spielen. Beim CD-Aufnehmen haben wir nämlich sehr viel gelernt, das wir beim Konzert gut gebrauchen hätten können. Also werden wir die Reihenfolge jetzt umdrehen. Das hat für euch auch den Vorteil, dass ihr beim nächsten Konzert gleich unsere neue CD mitnehmen könnt, wenn ihr wollt ;).
 

Warum diesmal eine Studio-CD?

Manche Leute hören sich lieber Live-Aufnahmen an, weil sie die Reaktionen des Publikums und das Live-Feeling miterleben wollen. Das fehlt natürlich auf einer Studio-Aufnahme. Die hat dafür wieder andere Vorteile. Immerhin braucht man im Studio nicht nervös sein, denn außer dem Tontechniker und den anderen Musikern hört einen ja niemand. Wir beide haben auch keinen so großen Zeitdruck, weil wir zum Glück nicht für die Studio-Zeit bezahlen müssen. Wir können also alles so oft neu aufnehmen, wie es uns oder unserem Vater gefällt. Wenn wir uns verspielen oder nicht im Takt sind, machen wir es einfach noch einmal. Die meiste Zeit feilen wir aber am Ausdruck, damit die Stimmung eines Liedes auch voll rüberkommt.

Jetzt wirst du vielleicht sagen, na ja, das heißt, dass man eigentlich nicht viel können muss. Mit Computerprogrammen kann man eh alles hinschummeln. Da hast du natürlich nicht ganz unrecht, und wir sind sicher, einige Musiker würden live nicht so gut abschneiden wie im Studio. (Die müssen dann bei Live-Auftritten Playback singen J.)

Was uns betrifft, wir sind natürlich auch noch nicht so gut, dass wir alles gleich aufs erste Mal können. Bei uns schleichen sich auch falsche Töne ein und manchmal fangen wir vor lauter Begeisterung an, zu "laufen", obwohl die Musik nur lauter, aber nicht schneller werden sollte. Oder wir "schlafen beim Spielen ein", weil wir etwas besonders gefühlvoll spielen wollen. Vieles davon fällt uns selbst oft gar nicht so auf. Erst wenn wir die Aufnahme dann anhören, bemerken wir die Fehler.
 

Das hier ist Papa's Arbeitplatz mit Mischpult und Software

Das hier ist Papa's Arbeitplatz mit Mischpult und Software

Wir verwenden die Computerprogramme also nicht zum Schummeln, sondern dazu, solche Fehler sichtbar zu machen. Dabei lernen wir genauer zu spielen und wissen dann, was wir noch besser üben müssen. Wenn du die CD dann hörst, kannst du auf jeden Fall sicher sein, dass wir alles selbst gespielt und gesungen haben. Was hätten wir auch davon, uns selbst zu belügen? Wir wissen ja, dass wir noch am Lernen sind. Und beim nächsten Konzert käme der Betrug sowieso ans Licht.

Bei manchen Liedern spielen wir auf einem Schwierigkeitsgrad, der das, was wir bis jetzt gelernt haben, eigentlich weit übertrifft. Wir wollen es aber trotzdem machen, weil es einfach geil klingt. Solche Passagen müssen wir dann schon öfter einspielen, bis es wirklich sauber ist. Aber auf diese Art lernen wir halt sehr viel in kurzer Zeit. Wir bitten dann auch unsere Musiklehrer, uns genau das zu zeigen, obwohl es gerade nicht auf dem "Lehrplan" steht. Oft ist es ja auch nur ein kleiner Trick, der das Ganze viel leichter macht (z. B. ein anderer Gitarrengriff, der den Spielablauf erheblich vereinfacht).

Es gibt aber noch einen Grund, warum wir eine Studio-CD aufnehmen wollen: Auf der Bühne waren wir ja nur zu viert, und wenn unsere Eltern nicht mitspielen/singen, sind wir überhaupt nur zu zweit. Eine große Band werden wir erst später haben. Wir wollen aber jetzt schon Arrangements für mehr Instrumente oder Gesangs-Stimmen machen als wir zeitgleich spielen/singen können. Da gibt es z. B. Lieder, die werden mit Geigen oder einem Chor im Hintergrund sehr stimmungsvoll. Oder es braucht einfach mehrere Gitarren für einen volleren Sound. Nachdem wir aber nur vier Hände haben, müssen wir uns da anders helfen.

Und so kommt es, dass z. B. die Chöre auf einer CD alle von uns selbst stammen. Papa komponiert mehrere Stimmen, die wir aber alle selbst singen. Genauso können wir mehrere Gitarren einspielen oder Bass und Keyboard haben, anstatt uns für eines von beiden entscheiden zu müssen. So können wir auch beim Arrangieren kreativ sein, ohne durch die Anzahl der Musiker eingeschränkt zu sein.

Viele große Musiker haben ja auch von einem Lied mehrere Live- und verschiedene Studio-Versionen, je nachdem in welcher Besetzung oder an welchem Veranstaltungsort sie spielen. Das ist einfach lustig und nicht so langweilig, als wenn man immer nur das Gleiche spielt. Auf unsere Version von Ain't no sunshine sind wir z. B. besonders stolz. Es war unsere eigene Idee, zuerst ein bisschen allgemeine Bar-Stimmung zu machen, dann langsam in den Groove (Rhythmus) und in die Melodie des Liedes zu kommen (wo man es überhaupt erst erkennt), ein Saxofon-Solo einzubauen (übrigens Papa's Komposition), in der Überleitung ein Keyboard- sowie ein Schlagzeug-Solo zu spielen, um dann wieder mit der bekannten Melodie aufzuhören.

Ja, da sind wir also grad mitten drin. Das Ergebnis, nämlich die fertige CD kannst du dann wieder auf dieser Website finden. Es wird Hörproben davon geben, und wenn du willst, kannst du die CD dann auch kaufen. In der Zwischenzeit kannst du ja unsere Live-CD anhören. Es würde uns natürlich total stolz machen, wenn unsere Musik in deinem Regal steht bzw. dann hoffentlich auch aus deinen Boxen/Ohrhörern "dröhnt" J.

Macht's gut!

Eure, MonaLisa
 

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