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Home > MonaLisa News > Independence Day - BBQ & Pool Party, Woodland Hills, CA
 

4th July: BBQ, Pool & Blues

Freitag, 4. Juli 2008
 

Hey, folks!

MonaLisa auf Urlaub in Kalifornien

Endlich in Kalifornien angekommen, genießen wir erst mal die Morgen-Sonne am Balkon unseres Apartments. Die hungrigen Vögelchen gucken aus dem Nest: Was Mami und Papi wohl zu Essen besorgt haben?

Heute melden wir uns bereits aus dem sonnigen Kalifornien - unser Urlaub hat endlich begonnen! Wir haben den ewig langen Flug gut überstanden und es uns auch schon in unserem neuen Apartment gemütlich gemacht.

Ihr denkt euch jetzt wahrscheinlich, wir machen hier blau und haben den ganzen Tag nichts Besseres zu tun, als auf der faulen Haut zu liegen und uns in der Sonne knusprig zu braten. Klar sind wir auch hier, um Ferien zu machen, aber nur gefaulenzt wird da ganz und gar nicht.

Seit einiger Zeit üben wir bereits für die bevorstehenden Konzerte hier in Amerika. Eines davon haben wir schon erfolgreich absolviert, und darüber werden wir euch jetzt ein wenig mehr erzählen:

Damit ihr euch besser auskennt, müssen wir leider etwas ausholen:

Nachdem wir beschlossen hatten, dieses Jahr wieder für vier Wochen nach Amerika zu "fahren", machte sich Michaela schon im November 2007 auf die Suche nach einer Wohnung. Im Internet war die Auswahl recht groß, und so mailte sie mit einigen Vermietern fleißig hin und her.

Unter anderem interessierte sie sich auch für ein Gästehaus nördlich von Hollywood. Für unsere Zwecke war es leider zu klein, und so kamen Michaela und Vermieterin Sunday zwar nicht ins Geschäft, aber dafür in regen Mail-Kontakt. Als Michaela über uns und unsere Musik erzählte, stellte sich heraus, dass Sunday's Sohn Ean (13) ebenfalls Musiker ist, der in seiner Band Keyboard und gelegentlich auch Schlagzeug spielt. Schon wurden Videos und Fotos ausgetauscht, und es lag auf der Hand, dass wir mit Ean und seinen Freunden musizieren wollten, sobald wir erst dort angekommen waren.

Schließlich lud Sunday uns zu ihrem "4. Juli-BBQ" ein, obwohl sie uns noch gar nicht kannte. Ean und seine Band würden dort für die Gäste musizieren, und wir sollten ebenfalls ein paar Songs vorbereiten. Vor ca. 70 amerikanischen Gästen zu spielen - eine solche Gelegenheit durften wir nicht auslassen - natürlich sagten wir zu!
 

Wir kamen also am 1. Juli in Los Angeles an, und sobald wir uns in unserer Wohnung eingerichtet hatten, fuhren wir die 10 Minuten zu Sunday's Haus, um endlich "Hallo" zu sagen und die Familie persönlich kennen zu lernen. Bis zum 4. Juli war nicht viel Zeit, und wir wollten ja mal sehen, ob wir mit Ean's Band überhaupt zusammen spielen könnten.
 

Sunday's Wohnzimmer - zum Proberaum umfunktioniert

In Sunday's Wohnzimmer probten wir gemeinsam mit Ean's Band für die 4. Juli-Grillparty.

Sunday's Wohnzimmer war längst zum Proberaum umfunktioniert worden. Alles war voll mit Verstärkern, Kabeln, Mikros, Gitarren und anderen Instrumenten. Es dauerte nicht lange, bis wir uns alle angefreundet hatten. Während die Erwachsenen auf der riesigen Holzterrasse den Abend genossen, probten wir unsere Nummern und legten fest, wer welchen Part spielen könnte.

Auch Nachbarstochter Sadie (13) wurde mit einbezogen. Sie hat nämlich eine wunderschöne Stimme und auch schon einige Chorgesang-Erfahrung. Als wir beide unsere Songs "Travelin' Soldier" und "Teach your Children well" probten, konnte sie die Texte fast auswendig mitsingen. Wir luden sie also ein, diese beiden Lieder am 4. Juli mit uns im Trio zu singen. Schon saßen wir mit unserem Papi vor dem Kamin und übten mit Sadie ihre Stimme ein.

Als Familienband sollten wir auch drei Lieder singen. Damit Sadie's Bruder Kilian (E-Gitarre) und Ean (am Keyboard) mitspielen konnten, zeigten wir ihnen die Akkorde. In Windeseile hatten die beiden das kapiert und konnten ohne große Probleme mitspielen bzw. sogar ein bisschen solieren. Kilian übernahm in "Smoke on the water" noch den Bass, den unser Papi mangels Bandmitgliedern immer am Keyboard mitspielen musste. Den Keyboard-Part übergab Daddy dann schließlich auch noch an Ean. So macht Musizieren einfach Spaß!

Endlich war der 4. Juli gekommen! Um 14 Uhr kamen wir mit unserem ganzen Zeug zu Sunday's Haus angereist. Im Gepäck waren die Gitarren, zusätzliche Kabel, Headset-Mikros, usw. Die Party hatte noch nicht begonnen, dennoch war es schon ziemlich geschäftig im Haus. Überall wurde etwas hergerichtet oder aufgebaut, und beim Dekorieren wurde eifrig gequatscht und gelacht. Bald waren Haus und Garten in den blau-weiß-roten Amerika-Farben geschmückt. Auf dem kleinen betonierten Basketball-Platz im Garten hatte Ean's Band schon ihre Instrumente aufgebaut. Wir stellten unsere Sachen dazu, schlossen die Instrumente an die Verstärker an und machten mit Papi einen Soundcheck. Viel Zeit hatten wir nicht mehr, denn die ersten Gäste trafen schon ein.

Zu unserer Überraschung waren viele der amerikanischen Gäste deutscher Herkunft. Die Väter von Ean und Kilian/Sadie sind Deutsche, das wussten wir schon. Aber dass noch mehr kommen würden, bemerkten wir erst, als wir einander vorgestellt wurden. So kam es also durchaus vor, dass in manchen Gesprächsrunden nur Deutsch gesprochen wurde, bis Sunday dazu kam und laut "Translate!" rief. Es gibt in LA also nicht nur Chinatown, Little Korea, Little Armenia, ... sondern auch "Little Germany".

Während sich die Party-Gäste an (anti-)alkoholischen Margueritas (in allen Geschmacksrichtungen) und mexikanischem Buffet stärkten, bereitete sich die Burschen-Band auf ihren Auftritt vor. Sänger und Bassist Jake (12) war der Jüngste der Truppe und auch noch nicht lange dabei. An den Gitarren waren Kilian (15) und Alron (15). Alron spielte mehr Sologitarre, und das sehr gut (wenn man diese Art von Musik mag). Kilian lernt erst seit einem Jahr und ist für diese kurze Zeit überhaupt unglaublich! Ean (13) hätte eigentlich am Keyboard sein sollen. Aber der Schlagzeuger fiel wegen Zeitmangels aus, und so musste er kurzfristig einspringen - kein Problem für ihn.
 

Ean's Band

Ean's Band rockt (v.l.n.r.): Alron (E-Gitarre), Jake (Gesang, Bass), Ean (hier am Schlagzeug) und Kilian (E-Gitarre)

Es dauerte nicht lange, da fetzten schon Songs von den Red Hot Chili Peppers, von Guns n' Roses oder Bon Jovi durch den riesigen Garten. Die Jungs hatten echt was drauf und rockten, was das Zeug hielt. Nach fünf oder sechs Nummern beendeten sie ihren Auftritt unter viel Applaus und Jubelrufen. Als Zugabe sangen sie noch eine erst einmal geprobte Nummer, die gar nicht so schlecht klappte. Sie hatten das Publikum eindeutig in Stimmung gebracht, das muss man ihnen lassen, *bewunder*!

Nun wurden wir als Familienband angekündigt. Wir begannen mit "Proud Mary". Mona stürmte hinters Schlagzeug, Lisa schnappte sich ihre E-Gitarre, Michaela machte sich am Keyboard bereit und Papa nahm sich den Bass. Nachbarssohn Kilian spielte die zweite Gitarre und schob nach Lisa's Solo noch sein eigenes ein. Die Nummer rollte wunderbar dahin "Rolliing - Rolliing". Mit unserer Art Musikgeschmack lagen wir bei den Amerikanern genau richtig. Viele Gäste shakten mit, und die Stimmung blieb bombig. Als zweite Familien-Nummer wählten wir "Twist and Shout". Kilian spielte wieder mit uns, Mona schrie sich die Seele aus dem Leib und zeigte ihr Können am Schlagzeug. Manche Leute sangen sogar mit und hatten dabei genau so viel Spaß wie wir beim Spielen.

Unsere letzte Nummer wurde dann eigentlich nicht mehr als Familienband gespielt. Denn Kilian hatte, wie bereits erwähnt, Papi's Bass-Part übernommen, und Ean den Keyboard-Part. Also überließen Papi und Michaela uns gleich ganz das Feld für "Smoke on the water".

Dafür, dass wir erst am Vortag die neuen Musiker in ihre Rollen eingeschult hatten, ging die Nummer erstaunlich gut über die Bühne. Klar waren ein paar kleine Fehler oder Unfeinheiten dabei, aber solange es ordentlich groovte, hatte da niemand etwas dagegen.

Als Österreichisch-Amerikanisches Quartett rockten wir uns in die Herzen der Partygäste. Es gefiel den Leuten einfach, dass wir Kinder so unkompliziert miteinander musizierten. Das bekamen wir nach unserem Auftritt jedenfalls von mehreren Seiten gesagt.
 

Nun war es für die Burschen Zeit, den Platz für uns Mädels zu räumen. Wir stellten drei Sessel auf und steckten unsere Gitarren an, denn nun kamen die Nummern mit Sadie an die Reihe.
 

MonaLisa und Sadie im Trio

Trio mit Sadie: Spontaneität ist alles!

Wir begannen mit einem Lied, das wir bis jetzt im Studio noch nicht aufgenommen und auch sonst noch kaum gespielt hatten: "Travelin' Soldier" von den Dixie Chicks. Wie ausgemacht, sang bei diesem Lied Sadie mit. Wir teilten den Song so auf, dass jeder von uns eine Strophe übernahm und wir nur den Refrain gemeinsam und mehrstimmig sangen.

Das Lied an sich ist schrecklich traurig, aber trotzdem wunderschön. Die Leute waren von Sadie's Stimme überrascht, denn die meisten ihrer Bekannten hatten sie zum ersten Mal singen gehört. Ganz allgemein gefiel der mehrstimmige Gesang, ebenso beim zweiten Lied "Teach your Children well" von Crosby, Stills & Nash. Auch dieses Lied haben wir noch nicht lange im Repertoire. Was wir an dem Song so lieben, ist der wunderbar mehrstimmige Gesang, und gemeinsam mit Sadie klang es noch schöner. Es gab nicht viele falsche Töne, weshalb wir mit uns ziemlich zufrieden waren.

Eigentlich wollten wir es damit lassen, aber da wir gefragt wurden, spielten wir noch unsere Eigenkomposition "Alone", diesmal ohne Sadie. Leider hatten wir ein kleines Problem mit dem Lautstärkeverhältnis unserer beiden Gitarren, das uns kurzzeitig vom Gesang ablenkte. Wir bekamen das zwar schnell wieder in den Griff. Jedoch waren wir mit dieser Performance nicht sehr zufrieden, weil wir wussten, dass wir es besser können.

Trotzdem bekamen wir unerwartet viel Lob von mehreren Gästen, sowohl für die Komposition als auch für den Text. Unter den Gästen waren sehr viele Musiker, die offenbar durch die Fehler durchhören und unsere Qualität heraushören konnten. Besonders begeistert waren die meisten von der Harmonie unserer beiden Stimmen. Ein Musiker/Tontechniker drückte es (übersetzt) so aus: "Man merkt, dass ihr beide als Einheit atmet."

Mit diesem Kompliment beschlossen wir, unsere eigene Kritik an unserem Auftritt zu beenden und uns lieber "geistig zu notieren", worauf wir in Zukunft achten sollten. Open-Air mit fremdem Equipment zu spielen ist etwas ganz anderes, als zu "indoor" auf der eigenen Bühne alles in Ruhe vorbereiten und mit den eigenen Geräten arbeiten zu können. Vor allem werden wir nächstes Mal lieber vor dem Spielen einen Soundcheck machen, als dann mitten in der Nummer die Technik zu korrigieren. Ihr seht also, dass wir jedes Mal etwas Neues dazu lernen. Zum Glück haben wir unseren Papi, der uns da immer wieder hilft.

 

Independence Day Blues

Zur Feier des Tages: "Der Independence Day-Blues"

Am Ende unserer Vorstellung begann Ean, am Keyboard einen Blues zu spielen. Kilian schnappte sich eine Gitarre und Lisa den Bass. Mona sauste zum Schlagzeug, und alle setzten ein ... Wir könnten euch jetzt erzählen, das ganze wäre eine coole Spontan-Aktion gewesen ... War es aber nicht. Schon am Tag davor haben wir uns in Sunday’s Wohnzimmer versammelt und den Blues geprobt. Wir spielten das ganz normale Blues-Schema, wobei abwechselnd immer einer solierte.
 

Amia singt den "Baby-Blues"

Baby-Blues: Amia läßt's krachen!

So machten wir das auch bei der Party. Gesanglich unterstützt wurden wir dabei von der 3-jährigen Amia, Ean's Cousine aus Florida. Sie legte sich ganz schön ins Zeug ;), und zwar witzigerweise so im Groove, dass die Partygäste sich vor Lachen bogen.

Kurzfristig (und das war jetzt wirklich eine Spontan-Aktion) schnappte sich Alron seine E-Gitarre und ließ sich von Kilian schnell die Solo-Skala auf der Gitarre zeigen, um dann auch einzusetzen. So groovten wir dahin. Irgendeiner von uns ließ sich immer etwas Neues einfallen und brachte somit Pep in die Nummer. Von Zeit zu Zeit änderten wir Lautstärke und Rhythmus und ergänzten einander im Spiel.

Es machte wirklich großen Spaß, so aus dem Bauch heraus zu improvisieren und auf die anderen Musiker zu achten. Den Sinn und Zweck eines solchen Stehgreif-Blues' ist ja nicht, das möglichst spektakulärste und längste Solo hinzulegen, sondern die Nummer grooven zu lassen und da ist oft weniger mehr.

 

Nach getaner Arbeit soll man ruh'n

Ist das nicht eine herrliche Kulisse, um eine Party zu feiern?

Die Sonne war schon Richtung Horizont unterwegs und es breitete sich eine angenehme, sehr entspannende Abend-Stimmung in Sunday’s Garten aus.

Wir Kinder waren schon wieder alle im Pool bzw. am Trampolin, als einige Erwachsene die Instrumente in Beschlag nahmen und ihre Lieder spielten. Was ist denn schließlich eine Gartenparty ohne Musik?


Das I-Tüpfelchen gab's dann noch spät abends.
Ähnlich wie bei uns zu Sylvester setzen sich die Leute am Independence Day ins Auto und fahren die Hügel hinauf, um die Feuerwerke über der Stadt anzusehen. In unserem Fall war es der berühmte "Mulholland Drive", der an dieser Stelle eine "dirt road" ist, also eine nicht asphaltierte Straße. Von dort oben sahen wir in das große, von den Feuerwerken beleuchtete San Fernando Tal hinunter, das nördlich von Los Angeles liegt.

Wir sagen's euch Leute, es ist hier einfach der Wahnsinn! Nicht, dass wir unsere Heimat nicht vermissen würden, aber hier ist es trotzdem einmalig *schwelg*. Vielen Dank an Sunday und Lars für diesen wunderschönen Tag!

Schönen Tag noch und viel Spaß beim Lesen unserer weiteren Stories!

See you,

Eure MonaLisa

 

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