![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
Home >
MonaLisa News
> California Dreaming
Making-of > San Francisco Bitte erst Blumen ins Haar ...
... bevor du weiter liest! ;) Wir hoffen, es ist bei dir jetzt nicht so windig, wie es an unserem Drehtag in San Francisco war. Bei uns hatten die Blumen leider keine Chance ...
Zu den Dreharbeiten musst du wissen, dass wir nie zuvor in San
Francisco gewesen waren. Wir hatten nur unsere Gitarren, unsere
mp3-Player mit dem Song drauf und unsere Kameras. Aber wir hatten
auch Glück. Denn unser Freund
Joel, den wir in unserem letzten
Urlaub in Kalifornien kennen gelernt hatten, war mittlerweile nach
San Francisco übersiedelt.
Und er machte es sich zu seiner Aufgabe, uns 1. die besten Plätze
zu zeigen und 2. auch noch unser "grip"
In der Hoffnung, von den Hügeln östlich der San
Francisco Bay aus einen guten Ausblick auf die ganze Stadt zu
bekommen, machten wir uns bereits bei Sonnenaufgang auf den Weg.
Doch leider versank die Stadt mitsamt ihrer berühmten Brücke in
Dunst und Aschestaub von hunderten Buschfeuern der weiteren
Umgebung. Man konnte nur schwach erahnen, wo die Golden Gate
Bridge lag.
Trotzdem drehten wir dort die erste Einstellung, wo wir mit unseren Gitarren auf ein paar Baumstämmen sitzen, hinter uns die Stadt, und im Ohr unsere mp3-Player mit dem Original-Song, zu dem wir playback mitsangen. Immerhin sollte unsere Studio-Version ja dann lippensynchron zum Video dazupassen.
Als nächstes im Visier:
Und so konnte man uns bald, natürlich wieder mit unseren Gitarren bestückt, mitten im Grünzeug stehen sehen und trällern hören. In Österreich könntest du das nie machen, ohne gleich eine Traube von Menschen um dich zu haben, die verwundert oder empört ihre Kommentare dazu abgeben würden bzw. ohne einen Polizisten, der dich sofort wieder von den heiligen Grünflächen "wegstampert". Dementsprechend schüchtern und unsicher waren wir am 1. Drehtag unseres Lebens auch, doch das legte sich bald. In Amerika ist vieles anders. Entweder findet man so etwas normal, sprich man kümmert sich nicht darum, oder man findet es toll, dass jemand so etwas macht. Dann bleibt man stehen, singt mit, fotografiert und applaudiert nachher. Beides haben wir erlebt und waren dankbar dafür.
Es war anfangs schwer, ein gescheites Gesicht zu
machen. Ein bisschen peinlich war es ja doch, aber wir haben es
einfach so gesehen: Je mehr Leute auf uns aufmerksam wurden, desto
besser, denn umso ausgefallener ist die Idee. Außerdem kannte
uns dort ja niemand, und am Ende machte es sogar richtig Spaß. Man
verliert nach einiger Zeit die Scheu, ausgefallene Sachen zu machen,
und das ist in unserem Fall manchmal ein Muss ;)
Nach der Lombard Street ging's gleich weiter zu Fisherman's Wharf am Pier 39. Bekannt ist dieser Fischerhafen wahrscheinlich hauptsächlich für sein überdimensionales Steuerrad, sozusagen als Wahrzeichen des Hafens, vor dem wir natürlich auch drehten. Es sind teilweise echt schräge Aufnahmen geworden, aber wir haben danach für die Videos einfach alles Brauchbare zusammen geschnitten.
Was fehlte jetzt noch? Ah ja richtig - die
berühmten Cable Cars. Diese "Kabelautos" könnte man mit unseren
Straßenbahnen in Österreich vergleichen, der große Unterschied
jedoch ist der Antrieb. Es sind Waggons, die auf Schienen stehen.
Doch IN einer Extraschiene dazwischen läuft ein Seil, das sich rund um die Uhr in
eine Richtung bewegt. Wenn jetzt die Waggons losfahren wollen, dann
klammern sie sich an diesem Seil fest und lassen sich mitziehen.
(Okay, die Waggons selber wollen ja nicht fahren, aber die
Passagiere eben ^^)
Zu guter Letzt wollten wir die Golden Gate Bridge ja doch noch zu Gesicht bekommen, also mussten wir näher ran. Jeder kennt sie, jeder mag sie ... die rostrote, lange Brücke über die Bucht von San Francisco. Es ist einfach ein arges Gefühl, wenn man vor etwas steht, worüber man sonst immer nur liest und lernt. In der Schule hatten wir all diese Sehens-würdigkeiten von San Francisco durchgenommen. Und jetzt waren wir dort!! Tolles Feeling, sehr empfehlenswert =)
Das Filmen vor der Brücke war eine
Herausforderung für sich! Wir fuhren dazu auf einen Hügel am
Nordufer, sodass wir die Brücke beim Filmen genau im Hintergrund
hatten. Wunderschön, aber mit einem gravierenden Nachteil: Da oben
war es eiskalt! Un-be-lievable! Also im Grunde war es einfach nur
extremst windig (extremst!). Ganz anders als unten in der Stadt. Wir
hatten auch nur unsere dünnen Kleider an, und die Blumen im Haar
konnten wir ganz vergessen. Doch nachdem wir gute Aufnahmen vor der
Brücke haben wollten, hieß es einfach: Raus mit uns!
Wir bereiteten alles im windstillen Unterstand, etwas abseits des Aussichts-Plateaus, vor und liefen dann schnell hinaus. Die meisten Szenen konnten wir später leider auf Grund des doch deutlich sichtbaren Zähneklapperns nicht mehr verwenden, denn es war wirklich saukalt! Die Sonnenuntergangs-Szene filmten wir dann noch ein paar Stunden später, so ca. um 20 Uhr, und es wurde bis dahin nicht wärmer :) Wir wundern uns nur, dass Papi so eine ruhige Hand behalten konnte. Also: For those who come to San Francisco - be sure to wear a thick jacket :) !
Merkwürdigerweise haben
wir auch das überlebt und nach einer kurzen Rundfahrt durch die
abendliche Stadt, bei der noch ein Bistro mit Namen MonaLisa
an unserem Auto vorbeifuhr, war unser Video schließlich im Kasten.
Wir sagen hier nochmals Danke an
Joel für seine Begleitung und vor
allem für seine Ausdauer, denn es war kein beschauliches
Touristen-Sightseeing, sondern ein beinharter Arbeitstag. Also
folgen wir ihm, wenn er sagt
Cherio,
>
California Dreamin'
5 zur News-Übersicht 5 zum Seitenanfang
|
||||||||||||||||||||||||||||||
|
Copyright © 2008 MonaLisa-Twins.com
|
|||||||||||||||||||||||||||||||