![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||
|
|
Home >
MonaLisa News
> Hennessey's in Laguna Beach, California Hennessey's in Laguna Beach, CA
Dienstag,
15. Juli 2008
California Dreaming ... Für uns zur Zeit Gott sei Dank gerade Realität! Die erste Hälfte unseres Urlaubes ist bereits vorbei. Sie war ausgefüllt mit einem Konzert, das wir mit unseren neuen Freunden am 4. Juli (Amerikas Unabhängigkeits-Feiertag) bei einer privaten BBQ-Pool-Party spielten, sowie mit einem einwöchigen Trip nach San Francisco und in die Yosemite und Sequoia National Parks. Mehr darüber kannst du in den jeweiligen Geschichten lesen.
Gestern war der Auftakt für die kommenden zwei Wochen, die wir
hauptsächlich mit Konzerten und Videofilmen verbringen werden. Und wo
könnte der besser statt finden, als in dem Künstler-Städtchen Laguna
Beach, ca. 2 Auto-Stunden südöstlich von Los Angeles. Hier wimmelt
es nur so vor Galerien, Museen, Künstler-Cafés, Shops und natürlich
tausenden Strandbesuchern.
In der Ocean Avenue, die direkt zum Laguna Beach hinunter führt, befindet sich das Hennessey's, in dem wir gestern unseren ersten Auftritt hatten. Erinnerst du dich eigentlich noch an jOHn, unseren Gitarrenlehrer vom letzten USA-Urlaub? Als er hörte, dass wir wieder nach Kalifornien kommen würden, besorgte er uns kurzer Hand zwei "Gigs", wie das dort so schön heißt.
Sein Freund Mike Vitale und er haben ein fixes Engagement im Hennessey's. Jeden Dienstag und Sonntag von 20 Uhr bis Mitternacht unterhalten die beiden die Pub-Besucher mit Cover-Versionen (z. B. von Eric Clapton, Sting) und eigenen Songs. jOHn lud uns ein, quasi ihre "Vorgruppe" zu sein und uns dem Publikum zu präsentieren.
Um 19 Uhr kamen wir im Hennessey's an und jOHn half uns, Lautsprecher, Verstärker, Mikros, usw. aufzubauen, denn um 20 Uhr sollte es losgehen. Bis dahin lernten wir noch jede Menge Unsinn von ihm: Wie kann man eine Büroklammer biegen, damit man sie nachher in die Luft katapultieren kann? Wie schießt man ein Plektron (die kleinen Gitarren-Plättchen), damit es ganz gerade fliegt, sich aber trotzdem um die eigene Achse dreht? Wie macht man sich aus alten Gitarrensaiten Fühler? ... jOHn kennt sich da bestens aus. Naja, das sind alles Sachen, die man wissen muss, wenn man ein guter Musiker sein will ;) Es war 20 Uhr, und wir mussten loslegen. Neu für uns war, dass es hier ganz und gar nicht so ablief wie bei einem Konzert. Im oberen Teil des Lokals (wo wir spielten) waren noch nicht so viele Leute, und die paar wenigen waren mit Essen und Tratschen beschäftigt. Als Musiker war man da im Hintergrund. Das war eine ganz neue Situation. Uns war klar, dass die meisten Gäste nicht wegen der Musik gekommen waren und wir gut sein mussten, um ihre Aufmerksamkeit zu bekommen.
Fest entschlossen spielten wir den ersten Akkord von "I Will", um die Nervosität zu bezwingen und den Gästen zu zeigen, dass wir etwas drauf hatten. "Proud Mary" und "Samba Pa Ti" legten wir gleich nach. An den Reaktionen des Publikum konnten wir schon merken, dass die Leute überrascht waren. Während einige sich weiter lieber ihren Drinks, der TV-Baseball-Übertragung oder dem Flirten widmeten, gab es doch welche, die anerkennend applaudierten und zu Zuhörern wurden.
Manche kamen sogar vom Restaurant in den ersten Stock hinauf, um unsere Musik zu hören. Wir strengten uns wirklich an. Ein bisschen nervös waren wir zwar schon, aber das erhöhte nur dieses tolle Gefühl, auf diese neue Art für ein Publikum zu spielen. Schließlich hatten wir unsere 10 Songs vorgetragen. Wir ernteten gehörigen Applaus und unser Visitenkarten- Stapel wurde merkbar kleiner. Auch jOHn und Mike waren begeistert. Bislang kannte jOHn uns ja nur von der CD oder unserer Website und den Videos. Zu seiner Überraschung fiel ihm dann erst auf, dass er uns gerade zum ersten Mal live gehört hatte.
Während jOHn und Mike ihre Sachen her- und wir unsere wegräumten,
wussten wir schon, was wir nächste Woche anders machen mussten. Wo
wir bei unseren bisherigen Konzerten und Auftritten für ein aufmerksames
Publikum gesungen hatten, das zum Zuhören gekommen war, mussten wir
diesmal gegen einen ziemlich hohen Grund-Lautstärkepegel ansingen, der
einfach durch den Lokalbetrieb gegeben war. Die Headset-Mikros
behinderten uns in dem Fall etwas, da wir die Lautstärke des Gesanges
nicht mit der Entfernung zum Mikrofon regeln konnten. Wir beschlossen
einstimmig, beim nächsten Mal die Stand-Mikros zu verwenden und auch
etwas mehr auf bessere Gitarrensounds zu achten. Es ist halt für einen
Musiker nicht damit getan, nur das Lied zu können, er muss sich auch mit
der Technik auskennen. Jeder Veranstalter hat andere Geräte, da gibt's
also einiges zu lernen. Zum Glück haben wir da unseren Papi, der uns
diesbezüglich immer mehr beibringt.
Jason, der aufgeweckteste Kellner, den wir je trafen ;), schenkte uns
immer unsere Cokes nach, mit viel Extra-Zitrone versteht sich. In
ihm haben wir einen neuen Fan gefunden. Er war total begeistert von uns,
und so ging das eine oder andere Getränk schon mal aufs Haus. Also
eigentlich eine indirekte Bezahlung ... Egal, solche Kellner würden wir
uns immer wünschen!
Während wir hungrig unsere Burger verdrückten, hörten wir jOHn und Mike sehr aufmerksam zu und schauten ihnen ganz genau auf die Finger. Bewundernswert, was man aus so einer Gitarre noch alles herausholen kann ... Beide sind sehr, sehr gute Gitarristen, Sänger und auch Songschreiber. Von traurig bis lustig und sogar gespenstisch waren Lieder dabei, von denen wir zumindest die Refrains verstanden ;) Von unseren Einnahmen aus Trinkgeld u. CD-Verkäufen erstanden wir umgehend eine handsignierte CD von Mike, und mit jOHn vereinbarten wir wieder eine Gitarrenstunde. Die vom letzten Jahr hatte uns nämlich ordentlich viel gebracht! Aber auch jOHn hat sich gesanglich und an der Gitarre ziemlich verbessert, also haben wir da immer noch gehörig viel aufzuholen. Um Mitternacht brachen wir dann endlich Richtung Norden auf. Aber anders als bei so langen Autofahrten zu mitternächtlicher Stunde schliefen wir diesmal keine Sekunde. Wir waren hellwach, völlig aufgedreht - wir quasselten, analysierten, sangen Mike's und jOHn's Lieder nach und schmiedeten neue Pläne. jOHn hatte uns nämlich erzählt, dass er am Strand von Laguna Beach öfter Leute spielen hörte. Er brachte uns auf die Idee, das mal auszuprobieren. Nächste Woche also, wenn wir wieder im Hennessey's spielen, werden wir uns zuvor an den Strand setzen, unsere Gitarrenkoffer aufstellen und ... sehen, was passiert ;) Ja, klar werden wir dir auch darüber wieder Bericht erstatten. Dieser Tag fällt auf jeden Fall in unsere Sammlung "Die bisher schönsten Tage in unserem Leben" und wir freuen uns schon jetzt auf unseren nächsten "Gig" :) Bye, guys! Mona & Lisa
|
||||||||||||||||||||||||||||
|
Copyright © 2008 MonaLisa-Twins.com
|
|||||||||||||||||||||||||||||