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Prima La Musica "Prima La Musica"-Musikwettbewerb
Dienstag, 11. März 2008
"Prima La Musica" ist ein österreichweit organisierter Wettbewerb für Musikschüler, der mehrere Wochen dauert. Als erstes gibt es den Landeswettbewerb, das heißt in unserem Fall haben wir beim Niederösterreich-Bewerb mitgemacht. Wenn man gut genug ist und im Landeswettbewerb ausgezeichnet abschneidet, kommt man weiter in den Bundeswettbewerb. Dort tritt man also gegen die Sieger der anderen Bundesländer an und somit gegen die Besten Österreichs. Um beim
Wettbewerb mitmachen zu können, meldet man sich dort an, egal welches
Instrument man spielt. Dann muss man vor einer Jury vorspielen. Alle,
die eine Art von Instrument (zum Beispiel Schlagzeug, Gitarre, Trompete,
Saxophon, Horn, Klavier,...) spielen, werden an einem Tag versammelt.
Man wird in Altersklassen unterteilt und nur in seiner eigenen Klasse
bewertet. Lisa und ich nahmen also dieses Jahr in der Sparte "Schlagwerk-Ensembles" teil. Mit dabei waren Thomas F. (13), Christoph W. (8) und wir zwei, alle aus der Musikschule Orth an der Donau. Michi Draskovits (unser Schlagzeuglehrer aus Orth) hat uns schon im Herbst 2007 gefragt, ob wir nicht mit ein paar anderen Schlagzeugern im Frühling bei einem Schlagwerk-Wettbewerb mitmachen wollten. Wir konnten uns am Anfang nicht wirklich etwas darunter vorstellen, doch wir haben zugestimmt. So geschah es also, dass wir vier uns zusammen im Musikheim trafen und Michi mit uns zu proben begann. Von Dezember 2007 bis März 2008 probten wir zwei bis drei Mal pro Woche zusammen. Das machte echt mordsmäßigen Spaß und wir lernten sehr viel, zum Beispiel einmal nach Noten zu spielen bzw. auf Instrumenten, die wir vorher noch nicht verwendeten. Der Wettbewerb fand für uns Trommler schließlich am Dienstag, den 11.März 2008 statt, und zwar im Schloss Zeillern in der Nähe von Amstetten (NÖ). Michael nahm uns alle vier im Auto mit. Die Fahrt war sehr lustig, aber auch ziemlich lang. Dort
angekommen (ca. 11 Uhr) hatten wir eine knappe halbe Stunde Zeit, um
alles aufzubauen und uns einzuspielen. Dann kamen auch schon die Juroren
in den Raum, und es ging los!
Das
erste war ein recht witziges, aber sehr schwieriges Stück mit dem Namen
"Eine kleine Tischmusik". Wir hatten Kochhauben auf und Schürzen
umgebunden. Übrigens nannten wir uns "Die 4 Hauben-Trommler".
Gespielt haben wir das Stück mit Kochlöffeln auf Tischen, die wir aber
nebenbei noch mit den Knien im Takt hochhoben. Außerdem mussten wir
dazwischen immer wieder aufstehen, mit den Füßen stampfen und "Mahlzeit"
wünschen :). Das Stück hat jedenfalls einen ganz argen Rhythmus:
Vorkommen tun so ziemlich alle Taktarten vom 3/4 Takt, 4/4 Takt, 5/4
Takt, 6/4 Takt bis zum 7/4 Takt und 9/4 Takt. Wir waren schon ganz schön
nervös beim Spielen, aber wir brachten es mehr oder weniger reibungslos
und fast fehlerfrei über die Bühne.
Unser
zweites Stück war "African Winds". Es ist, wie der Name schon sagt,
afrikanisch angehaucht und hat sowohl einen ruhigen als auch einen
schnellen Teil (Vorschrift). Thomas und Lisa spielten auf der
Marimba (ein Instrument mit Holzklangstäben aus der Familie der
Xylophone). Ich habe auf dem Xylophon gespielt, und Christoph machte den
Rhythmus auf einer riesigen Trommel. Es war auch ein Improvisationsteil
vorgeschrieben, bei dem jeder von uns
aus dem Stegreif und ohne Noten spielen musste. Anm: Die
Fotos stammen übrigens von der Generalprobe im Musikheim, denn beim
Bewerb selbst war Filmen und Fotografieren streng verboten.
Das Spielen vor der Jury und ein paar Zuschauern war jedenfalls aufregend und gab uns wieder einen ordentlichen Adrenalin-Kick. Nach unserem Auftritt mussten wir etwa zwei Stunden auf die Preisverleihung warten. Die Wartezeit nutzten wir, um ein paar anderen Schlagzeug-Ensembles zuzusehen. Manche waren eindeutig besser als wir, vor allem die älteren Teilnehmer. Bei der Preisverleihung saßen dann alle in einen großen Raum und die Jury rief die Ensembles einzeln auf. Wir saßen natürlich ganz hibbelig auf unseren Plätzen uns warten bis die Juroren die "4 Hauben-Trommler" aufriefen. Sie verkündeten schließlich, dass wir einen GUTEN ERFOLG mit 2. Preis ergattert haben. Obwohl uns die Juroren in ihrer Einleitung versicherten, dass alleine eine Teilnahme an diesem Bewerb schon eine Auszeichnung sei (immerhin gibt es in Niederösterreich ca. rund 50.000 Musikschüler), wusste keiner von uns, ob er sich jetzt freuen sollte oder nicht, denn ein guter Erfolg war eben nur "gut" und nicht "sehr gut" oder "ausgezeichnet". Wir nahmen unsere Urkunden aber trotzdem strahlend entgegen und beschlossen, es nächstes Mal einfach besser zu machen. Nächstes Jahr sind die Bewerbe für Solisten, aber in zwei Jahren wollen wir wieder als Ensemble mitmachen. Vielleicht schaffen wir es mit Michaels Hilfe sogar, etwas Besseres abzuräumen. Hier wollen wir uns auch gleich bei unserem Lehrer Michael Draskovits bedanken. Er hat sich die Zeit und Geduld genommen, mit uns wildem Haufen beim schwersten Musikwettbewerb Österreichs mitzumachen und hat mit uns zwei wirklich anspruchsvolle Stücke einstudiert! - DANKE Michi!!! Also, vielleicht könnt ihr in zwei Jahren hier wieder etwas über "Prima La Musica" lesen.
Bye-Bye,
Mona & Lisa |
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