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> "Sol Grill" in Newport Beach, California "Sol Grill" in Newport Beach, CA
Mittwoch,
16. Juli 2008 Hier kommt „Sol Grill" Nr. 2.
Hallöchen hier aus Amerika! Wir sind wieder hier und es gibt viel zu berichten. Das "Sol Grill" kennst du ja schon vom letzten Jahr. Damals sind wir auf Empfehlung unseres amerikanischen Gitarrenlehrers jOHn dort hin gegangen, um zu singen, wo wir Dusty, den Organisator des "Open Microphones", kennen lernten.
Als er hörte, dass wir diesen Sommer wieder kommen würden, lud er uns
bereits im Frühjahr ein, dort als "featured artists" (geförderte
Künstler) zu spielen. Üblich ist ja in solchen Lokalen, dass jeder
Musiker zwei oder drei Songs spielt, damit alle mal drankommen. Aber er
reservierte uns gleich eine ganze Stunde für unser Programm. Dazu lud er
noch alle seine Freunde ein, vorbei zu kommen.
Das Sol Grill ist ein kleines, aber feines Restaurant in Newport Beach, gleich in der Nähe von Strand und Pier. Die "Musiker-Ecke" ist gerade so klein, dass ein Verstärker, zwei Stühle und zwei Mikros Platz haben. Dusty ist immer noch der Gastgeber der "offenen Bühne", wo jeden Mittwoch Musiker aus der Gegend zusammenkommen, um für die Lokalgäste live zu musizieren.
Nachdem bei unserem Auftritt im Hennessey's (Laguna Beach) am Abend zuvor das Publikum eine Zugabe verlangt hatte, mussten wir uns für diesen Auftritt im Sol Grill noch was einfallen lassen. Wir kamen dann auf die Idee, dass wir eigentlich noch "Knocking on heaven's door" ohne Schwierigkeiten spielen können müssten.
Während des Fahrens hat Papa Lisa dann die Töne vorgesungen, die sie
für ein Solo verwenden könnte, nämlich jene, die zu allen Akkorden
passen würden. Buchstäblich 10 Minuten bevor wir beim Sol Grill
ankamen, hatte Lisa sie schnell geübt. Eine zweite Stimme wurde auch
noch dazu gefunden.
Draußen ging die Sonne unter, und als wir begannen, unsere Songs zu spielen, füllte sich allmählich das Lokal.
Wir gaben "I will", "Proud Mary", "Michelle", "Samba Pa Ti", usw. zum
Besten. Auch andere Musiker waren schon eingetrudelt. Während wir
spielten, machten sie es sich an der Bar gemütlich und genossen amüsiert
unsere Lieder.
Beim "Tabourine Man" bekamen wir plötzlich Unterstützung von der rechten Seite. Einer der Musiker, Bob, hatte sich seine Mundharmonika geschnappt und begleitete uns darauf. Das fanden wir wirklich schön. Überhaupt konnten wir feststellen, dass die Leute hier in Kalifornien mehr miteinander machen, wodurch sich viele spontane, aber einmalige Erlebnisse ergeben. Da empfindet man Beteiligung nicht als Störung, sondern als Kompliment. Offenbar war ihm unsere Musik wert genug, mit zu machen. Auf einmal tauchten David und Maurice im Restaurant auf. Vielleicht dämmert es dir schon. Ja, Maurice hatte auch letztes Jahr hier gesungen, und David hatte sich uns damals als sein Produzent vorgestellt und mit unserem Papi gefachsimpelt. Als die beiden von Dusty hörten, dass wir wieder im Sol Grill spielen würden, kamen sie extra unseretwegen vorbei. Wir freuten uns riesig, sie nach einem Jahr wieder zu sehen und mit ihnen zu plaudern. Während wir sangen, hörten uns David und Maurice aufmerksam zu, und auch die anderen Lokalgäste lauschten interessiert ... Wir hatten ein tolles Publikum.
Vorne am Fenster saß ein Pärchen. Nach unserer Zugabe fragte der Mann
uns, ob wir nicht noch ein Lied von Crosby, Stills & Nash für seine
Freundin spielen könnten. Sie hatte Geburtstag und wünschte sich noch
ein Lied, aber wir hatten keine weiteren mehr vorbereitet. Sie fragte:
"Habt ihr nicht noch ein Lied, das ihr erst im Auto eingeübt habt?"
Alle
lachten, und wir freuten uns über das Kompliment, denn "Knocking on
heaven's door" war uns wirklich gut gelungen. Schließlich spielten wir
noch einmal "Teach your children well" für sie. Ihr Mann kaufte
anschließend noch unsere CD als Geburtstagsgeschenk. So süß!
Schließlich gesellten wir uns wieder zu Papa, Michaela, David und Maurice und tratschten über Musik und Gott und die Welt. Maurice kannte alle unsere YouTube Videos und hatte sich alle 24 Nummern mehrmals angesehen!! Da waren wir wirklich baff!
Wir verteilten also Visitenkarten an Gäste und Freunde und schossen
Erinnerungsfotos, bevor es draußen ganz finster wurde.
Nachdem unsere eigene Show vorbei war, hörten wir den anderen Musikern zu. Auch Dusty streute dazwischen mit seiner schönen, tiefen Stimme immer wieder ein paar Folk-Blues Songs ein. Einen davon liebten wir ganz besonders: "I just don't look good naked anymore". In den Strophen erzählte er von Situationen, in denen ihm oder anderen bewusst wurde, dass er "nackt halt leider nicht mehr gut aussieht". Es wurde später und später und die Leute immer weniger. Dusty spielte gerade wieder, und so fragten wir ihn, ob er nicht mit uns gemeinsam eine kleine Blues-Session machen wollte. Aus dem Blues wurde schließlich noch eine ganze Blues-Unterrichts-Stunde. Er brachte uns wichtige Griffe bei, die für diese Musikrichtung typisch sind - alles sehr nützliche Sachen. Beim Wegräumen halfen wir dann alle zusammen, und er zeigte uns noch seine geniale Methode des Kabelaufrollens. Wir fühlten uns mit ihm sehr wohl, wie mit einem Opa. Er kümmerte sich wirklich ganz rührend um uns - es war ein unvergesslicher Abend. Danke Dusty! Ahoi! Mona & Lisa
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